Stundenlange Vollsperrung auf der A3 in Unterfranken: Nach einem tödlichen Unfall mit zwei Lastwagen wurde die A3 am Mittwoch (23.09.2020) gesperrt. Laut Polizei kam es am Ende eines Staus zu dem folgenschweren Unfall. Ein Lkw-Fahrer starb. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Bei dem folgenschweren Auffahrunfall wurde ein Lkw-Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt worden. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät und erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Frankfurt noch bis 01.00 Uhr in der Nacht gesperrt bleiben.

Lkw kracht in Stauende

Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, ist bisher nicht klar. Die Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach bittet um Hinweise von möglichen Zeugen. Wer den Unfall unmittelbar beobachtet hat oder sonstige Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 06021/857-2411 mit den Beamten in Verbindung zu setzen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen zum Unfallhergang fuhr ein Mann gegen 12.30 Uhr mit seinem Lkw die A3 in Richtung Frankfurt. Aus noch ungeklärter Ursache übersah er auf Höhe Altfeld das dortige Stauende und fuhr auf einen stehenden Lkw auf. Die beiden Fahrzeuge und auch die neben der Autobahn befindliche Lärmschutzwand fingen durch den Zusammenstoß sofort Feuer. Nach Eingang der ersten Mitteilung machten sich sofort ein Großaufgebot von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst auf den Weg zur Unfallstelle.

Für den Fahrer des Lkws kam tragischerweise jede Hilfe zu spät. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Autobahn blieb bis in die Nacht gesperrt

Durch den Zusammenstoß wurde der stehende Lkw auf einen davor befindlichen Transporter und dieser wiederum auf einen weiteren Pkw geschoben. Der Fahrer des stehenden Lkws sowie des Transporters wurden leicht verletzt. Der Sachschaden an den Fahrzeugen sowie der Fahrbahn und der Lärmschutzwand liegt nach ersten Schätzungen im hohen sechsstelligen Bereich.

Die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach hat noch vor Ort die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde zur Klärung der genauen Unfallursache auch ein Sachverständiger zur Unfallstelle geschickt. 

Die Autobahn war für die komplette Dauer der Unfallaufnahme in Fahrtrichtung Frankfurt voll gesperrt. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und mehrerer Trümmerteile auf der Fahrbahn musste zu Beginn auch die A3 in Richtung Nürnberg gesperrt werden. 

Die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach - und angrenzenden Dienststellen - waren mit insgesamt neun Streifen im Einsatz. Sie wurden hierbei unterstützt durch die Feuerwehren aus Marktheidenfeld, Altfeld, Kreuzwertheim und Esselbach (insgesamt 46 Einsatzkräfte), das THW Marktheidenfeld (11 Mann), den örtlichen Rettungsdienst (13 Mann), sowie die Autobahnmeisterei. 

Wenige Stunden zuvor war in der gleichen Fahrtrichtung bereits ein schwerer Unfall passiert: Ein Lastwagen war auf ein Auto gekippt.