Alle Angebote, eine städtische Unterkunft zu beziehen, hatte der Obdachlose bisher abgelehnt und auch die Wintermonate im Freien verbracht. Weil die Bushaltestelle mit seinen Habseligkeiten sowie mit Müll angefüllt ist und für ihren eigentlichen Zweck quasi nicht mehr zur Verfügung steht, hatten sich mehrere städtische Gremien mit dieser Situation befasst.
Mit einer "Benutzungsordnung" war schließlich eine Rechtsgrundlage geschaffen worden, aufgrund derer das Lager in dem Unterstellhäuschen geräumt werden kann. Bislang hatte man jedoch von einer Zwangsräumung abgesehen und dem Mann eine Frist gesetzt.
In der Stadtratssitzung am Montag sprach Frank Rubner (CSU) das Thema erneut an. "Die Situation ist nicht mehr tragbar", befand er. Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) sagte, die Stadt habe eine Handhabe und werde auch handeln.
Die Möglichkeit, eine städtische Unterkunft zu beziehen, besteht für den Mann nach wie vor, wie Sebastian Müller vom Bürgermeisteramt gestern nochmals versicherte. "Das Angebot bleibt."