Selten haben die Staffelsteiner Bundesliga-Kegler bisher eine "Zu-Null-Niederlage" kassiert. Am Samstag setzte es eine. Mit 0:8 gingen die Oberfranken bei Rot-Weiß Zerbst unter. Da zudem am Samstag auch noch der SKC Victoria Bamberg beim Tabellenvierten Schwabsberg mit 3:5 verlor, steht Zerbst bereits vor dem letzten Spieltag am nächsten Samstag als deutscher Meister fest. Zerbst (30:4 Punkte) nimmt damit am Weltpokal teil. Bamberg (28:6) oder Staffelstein (26:8) kämpfen noch im Fernduell um Platz 2 und den Startplatz im Europapokal.


Zum Abschluss Heimspiel gegen Breitengüßbach

Schwabsberg (25:9) kann sich noch über die Bundesliga als Dritter und über den DKBC-Pokal für den NBC-Pokal qualifizieren. Die Badstädter müssen das letzte Spiel zu Hause gegen Breitengüßbach gewinnen, um die Bronze-Medaille zu sichern. Auch die Absteiger stehen seit dem vorletzten Spiel in dieser Saison mit Amberg und Zwickau fest.


Zeitler verliert knapp

Mit einer Niederlage in Zerbst war für die Staffelsteiner zu rechnen, doch so deutlich sollte sie nicht ausfallen. Ein kleiner Trost für die Adam-Riese-Städter war die geschlossene Mannschaftsleistung.
Den Druck hatten die Gastgeber. Anfangs taten sich Marcus Gerdau und Mathias Weber schwer, dem standzuhalten. Jürgen Zeitler hielt gut dagegen. Satz 1 endete unentschieden 160:160. Torsten Reiser hingegen musste sich mit 148:162 von Weber geschlagen geben.
Zeitler glich mit 152:151 nach Sätzen aus, verlor aber mit 144:146 und 152:157 sein Match mit 1,5:2,5 und 602:620 Kegeln.
Reiser sah dagegen kein Land, da Weber mit 161, 166 und 166 konstant stark aufspielte. Reiser hatte das Duell mit 146 und 149 bereits verloren, als er mit 166 noch einen halben Satzpunkt ergatterte.


Hazva mit Fehlstart

Hoffnungen setzten die Staffelsteiner auf ihr Mittel-Duo Jaroslav Hazva und Cosmin Craciun. Diese wurden jedoch gleich von Thomas Schneider und Uros Stocklas zunichtegemacht. Schneider kegelte starke 178 Holz gegen Hazvas 131, der aber mit 172:158 ausglich. Der Zerbster konterte mit 182 Holz, gegen die Hazva mit 163 nicht ankam. Schneider gab zwar den letzten Durchgang mit 142:143 ab, doch bei Satzgleichstand sicherte sich der Zerbster mit 660:609 klar den Mannschaftspunkt.
Craciun begann mit 159 und 164 gut. Doch Stocklas hielt mit 166 und 151 dagegen und ging mit 175 Kegeln auf der dritten Bahn in Führung. Craciun blieb bei 151 Holz hängen. Im vierten Satz machte der Zerbster mit 159:146 den Sack zu. Obwohl Craciun unterlag, war er mit 620 Holz Bester seines Teams.


Schwarz mit einem schwachen Satz

Die Partie war quasi entschieden, doch Bernd Schwarz und Florian Bischoff wollten gegen Axel Schondelmaier und Boris Benedik noch etwas Zählbares mit nach Hause nehmen. Schwarz verlor seinen ersten Satz knapp mit 157:160. Seine zweite Bahn setzte der Oberfranke mit 131 in den Sand. Dies nutzte der Zerbster mit 160 Kegeln aus. So nutzten Schwarz auch die beiden Satzgewinne mit 164:158 und 157:151 zum 2:2 nichts, da Schondelmaier in den Gesamtholz mit 629:609 vorn lag.
Bischoff musste sich gleich mit 152:168 unterwerfen. Seine nächste Bahn beendete er mit einem Satzpunkt dank eines 157:154. Ein Mannschaftspunkt wäre möglich gewesen, da Benedik keine hohen Resultate mehr erspielte, doch Bischoff nutzte dies nicht konsequent genug aus. Letztlich musste er sich jeweils knapp (147:145, 145:142) geschlagen geben.
In der Summe hatte Zerbst 184 Holz mehr erspielt und gewann verdient. bsch


Die Statistik

Rot-Weiß Zerbst - SKC Staffelstein 8:0
(16:8 Sätze; 3829:3645 Holz)
M. Gerdau - Jürgen Zeitler 2,5:1,5 (620:602)
M. Weber - Th. Reiser 3,5:0,5 (655:609)
T. Schneider - Jaroslav Hazva 2:2 (660:609)
U. Stoklas - Cosmin Craciun 3:1 (651:620)
Schondelmaier - B. Schwarz 2:2 (629:609)
B. Benedik - Florian Bischoff 3:1 (614:596)