Ältere Fans der Oberliga-Ringer des AC Lichtenfels bekommen leuchtende Augen, wenn sie von den legendären Derbys gegen die oberfränkischen Nachbarn aus Hof erzählen. Begeistert berichten sie von spannenden Kämpfen in Oberliga und Bundesliga, engen Entscheidungen mit unvergessenen Erfolgen und bitteren Niederlagen. Am Samstag, 19.30 Uhr, gibt es eine Neuauflage des Derbys.

AC Lichtenfels -
ASV Hof

Dieses Gefühl möchten die Verantwortlichen beider Traditionsvereine wiederbeleben - das Derbyfieber. Nach den teilweise tristen, taktisch geprägten Auftritten der letzten Wochen soll es diesmal wieder ausschließlich um den Sport gehen. Das verspricht zumindest der 1. Vorsitzende der Lichtenfelser Ringer, Oliver Dürr: "Wir wollen unsere Fans mit einem engagierten Auftritt versöhnen und haben alles getan, dass der Samstagabend zum Ringkampffest wird!" Im Vorstand wurde deshalb auch die Entscheidung getroffen, diesmal allen Zuschauern freien Eintritt zu gewähren, Dauerkartenbesitzer werden mit Gutscheinen finanziell entschädigt.


Schwierige Aufgabe

Dass der Mannschaftskampf gegen die Saalestädter allerdings zum Selbstläufer wird, glauben nicht mal unverbesserliche Optimisten. Konsequent hat der ASV Hof in den letzten Jahren ein schlagkräftiges Nachwuchsteam aufgebaut und kann damit als einziger Verein der Liga komplett auf ausländische Verstärkung verzichten. In der laufenden Saison haben sich als Punktegaranten besonders Anthony Sanders (75kg, Greco) und Matthias Hader (57 kg, Freistil) ausgezeichnet - beide entschieden bis dato alle ihrer Kämpfe für sich. Aber auch Fabian Roderer (80 kg, Freistil) unterlag im Hinkampf dem Lichtenfelser Neuzugang Andrzej Sokalski erst nach harter Gegenwehr und wird für den Rückkampf auf eine Revanche hoffen.


Meixner will Revanche

Bei den Lichtenfelsern ist es wohl vor allem Christoph Meixner, der zeigen will, dass die knappe Niederlage in Hof gegen seinen Dauerrivalen und Namensvetter Christoph Neidhardt nur ein Ausrutscher war. Zusätzlich rechnen sich auch die Youngster Achim Thumshirn (80 kg, Greco) und Mario Petrov (57 kg, Greco) gute Chancen auf Wiedergutmachung aus. "Wir dürfen Hof auf keinen Fall unterschätzen und werden daher unser bestes Team auf die Matte schicken", erklärt Mannschaftsführer Heiko Scherer, "ich hoffe auch noch auf einige Rückkehrer von der Krankenbank. An der Motivation brauchen wir nicht viel arbeiten, wenn es in so ein Derby geht."
So können die heimischen Fans diesmal auf spannende Kämpfe und vollen Einsatz bei allen Beteiligten hoffen. "Wir wollen, dass die AC-Halle wieder bebt wie in den besten Zeiten und werden daher auch vonseiten des Fanclubs alle verfügbaren Kräfte mobilisieren", so 3. Vorsitzender und Fanclubvorstand Rudi Hofmann. Nach dem Kampf geht es direkt weiter mit der großen Derbyfeier in der
ACL-Sportsbar.



"Zweite" gegen Nürnberg

Im Vorkampf ab 18.15 Uhr muss die zweite Mannschaft im kleinen Derby gegen die Reserve des SC 04 Nürnberg antreten. Die Männer von Trainer Philip Schütz wollen vor heimischem Publikum zeigen, dass sie in vollständiger Besetzung dem Tabellendritten Paroli bieten können.