In der abgelaufenen Woche trainierten die Lichtenfelser Landesliga-Fußballer noch beim TSV Staffelstein auf dessen Kunstrasenplatz, um für das Spiel am Samstag (16 Uhr) bei der TG Höchberg vorbereitet zu sein. Am Freitag kam dann der Bescheid der Unterfranken, dass man auf dem Kunststoffuntergrund spielen wird.

Spiel in Höchberg auf Kunstrasen

"Wir haben kein Problem damit, spielen und trainieren im Winter ja oft in Staffelstein", sagt Christian Goller aus dem FCL-Trainergespann mit Oliver Müller. Goller rechnet aber damit, dass die Partie gegen die abstiegsbedrohten Gastgeber auf dem kleineren Platz hektischer werde. "Es ist aber kein Nachteil, wir können auf Kunstrasen spielen", spricht er seiner Mannschaft das Vertrauen aus.

Die FCL-Elf hat nach der coronabedingten Absage am vergangenen Wochenende (wir berichteten) zwei Wochen Vorbereitungszeit gehabt. Ob das ein Vor- oder Nachteil war? "Sowohl als auch", sagt Goller, "wir müssen es hinnehmen. Jetzt freuen wir uns, dass wir wieder Fußballspielen dürfen."

Motivation kommt aus Höchberg

Die Höchberger traten am vergangenen Samstag zum ersten Mal nach der Corona-Pause an, nachdem deren ersten beiden Spiele ausgefallen waren. Beim SV Euerbach/Kützberg verloren sie mit 1:3 und stecken somit weiter tief im Abstiegsstrudel. Die Turngemeinde hat sich aber in ihrem ersten Heimspiel seit März vorgenommen, für die 0:4-Hinspielniederlage in Lichtenfels Revanche zu nehmen. Die Höchberger machen für die Partie heute in ihrem auf der Homepage bereits veröffentlichten Stadionheft noch alte Rechnungen aus der Saison 2016/17 und aus dem Hinspiel auf.

"Das ist uns recht", sagt FCL-Coach Goller, "das ist Motivation für unsere Mannschaft". An das Hinspiel erinnert er sich noch. "Wir waren in der ersten Hälfte deutlich unterlegen und gingen glücklich mit 0:0 in die Pause. Nach einer Gelb-Roten Karte gegen einen Höchberger ist die Partie dann komplett gekippt."

Zuletzt 0:5 bei "Nullfünfern"

Die Chancen, bei den "Kracken" etwas zu holen, schätzt der Lichtenfelser gut ein, "wenn wir unser eigenes Zeug machen". Wenn nicht, so Goller, dann gehe es so aus wie zuletzt in Schweinfurt. Bei den "Nullfünfern" setzte es für den FCL eine 0:5-Schlappe. Dem Spielverlauf nach fiel die Niederlage aber zu hoch aus. "Wir haben einfach schlecht verteidigt und unsere Chancen liegen gelassen", meint Goller.

In Höchberg müssen die Lichtenfelser noch auf Florian Goller und Lukas Schamel verzichten, die vor zwei Wochen mit der "Zweiten" in Ludwigsstadt waren und noch in Quarantäne sind. Die Rekonvaleszenten Hellmuth, Beloch und Mahr trainieren zwar wieder, werden aber noch geschont. Fehlen wird Torwart Jan Kapitz, der beruflich verhindert ist.

Das Lichtenfelser Aufgebot

FC Lichtenfels: Michel, Kraus - Schardt, Funk, Mohr, Wige, Dietz, Scholz, Zollnhofer, Ljevsic, L. Jankowiak, M. Jankowiak, Pfadenhauer, Graf, Kohler, Schaller, Schunke