Der Fußball-Landesligist FC Lichtenfels hofft gegen den favorisierten SC Feucht (Samstag, 16 Uhr) auf eine Außenseiterchance und die Auswärtsschwäche der Gäste. Der Klassenerhalt ist für den siebtplatzierten FCL aber so gut wie gesichert.


Landesliga Nordost

FC Lichtenfels - SC Feucht
Nach dem 3:1-Auswärtserfolg beim Baiersdorfer SV am Karsamstag hat der FCL um das Trainerduo Christian Goller und Alexander Grau inzwischen ein ordentliches Polster von elf Punkten zu den Abstiegsrelegationsplätzen erarbeitet.

Und auch wenn am Montag eine 0:2-Heimpleite gegen den SV Mitterteich folgte: Drei Punkte waren das Osterziel, und genau diese Vorgabe haben die Lichtenfelser auch umgesetzt. Trainer Goller hat die Niederlage bereits abgehakt: "Viel wichtiger war der Auswärtssieg beim direkten Konkurrenten Baiersdorf. Klar, wir hätten auch gerne unser Heimspiel gewonnen, aber Mitterteich war einfach effektiver und stand defensiv extrem gut."

Obwohl der Klassenerhalt nun fast geschafft ist, will Goller sich nicht zurücklehnen: "Wir sind weiter gefordert, Punkte zu holen. Natürlich dürften wir eigentlich nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben, aber solche Rechenspiele sind einfach nicht seriös. Außerdem darf man nicht vergessen, dass wir derzeit personell schon arg auf dem Zahnfleisch laufen."

Neben den anderen Ausfällen wird Abwehrspieler Florian Goller aus privaten Gründen in den kommenden Wochen nicht auflaufen, auch nicht gegen den nächsten Gast SC Feucht.

Als Außenseiter hoffen die Lichtenfelser auf die Auswärtsschwäche des heimstärksten Gegners: Nur zehn der insgesamt 50 Punkte holte der SC Feucht in Auswärtsspielen, seit Mitte August 2017 fuhr er außerhalb des eigenen Platzes keinen Sieg mehr ein. Selbst gegen Abstiegskandidaten wie Schlusslicht Frohnlach (0:2) oder den Vorletzten SpVgg Erlangen (1:3) kassierte Feucht peinliche Niederlagen. Die Heimtabelle führt der Tabellenvierte aber an. Zuletzt feierte der SC sogar einen 3:1-Heimerfolg gegen Spitzenreiter ATSV Erlangen.


Gefährliche Stürmer

Die ligaweit nur vom Primus überbotenen 58 Saisontore verdeutlichen aber eindrucksvoll die Offensivqualität des kommenden Gastes. Gerade das Sturmduo Stephan König (elf Tore) und Nico Wessner (sieben) ist brandgefährlich und schlug bei der 0:2-Hinspielniederlage der Lichtenfelser zu. "Wir sind eindeutig in der Außenseiterrolle", verdeutlicht auch Christian Goller, der eine Überraschung aber nicht für ausgeschlossen hält: "Wir haben nichts zu verlieren und wissen um die Auswärtsschwäche des Gegners."
FC Lichtenfels:
Schulz, Köster - Graf, Hellmuth, Schardt, Mahr, Zollnhofer, Dietz, Ljevsic, Oppel, Pfadenhauer, Mohr, Wige, Scholz, Lulei, Bornschlegel.