Ein idyllischer Baggersee am Ortsrand und in direkter Nähe das Sportheim der SpVgg Ebing - da bot sich einst die Idee eines " Ebinger Seelaufes" geradezu an. Die bei Jung und Alt beliebte Laufsportveranstaltung ist als Bestandteil des jährliches Seefestes längst nicht mehr wegzudenken. Auch heuer bei der mittlerweile 14. Auflage erfreute sich der Seelauf großer Beliebtheit mit fast 300 Teilnehmern.
Dunkle Wolken am Himmel, leichter Nieselregen setzte eine Viertelstunde vor dem Startschuss über Ebing ein. Tropische Temperaturen müssen aus Läufersicht nicht unbedingt sein, aber Regen braucht auch keiner. Der Wettergott hatte ein Einsehen, denn es hörte rechtzeitig zu nieseln auf. Die Stimmung in der Läuferschar, vom fünfjährigen Steppke bis zum erfahrenen Läufer, war ohnehin hervorragend.
Knapp 1,9 Kilometer misst eine Runde um den idyllisch gelegenen Ebinger See. Zunächst fand ein Ein-Runden-Lauf statt, an dem vor allem die Kinder teilnahmen. Stolz wie Oskar nahmen "Lauffrischlinge" wie die siebenjährige Romy Hofer aus Rattelsdorf oder der ein Jahr jüngere Mats Krauß aus Ebing nach bewältigter Runde ein T-Shirt der veranstaltenden Spielvereinigung Ebing entgegen.
Beim zweiten Startschuss wurden dann wahlweise drei (5610 Meter) oder auch fünf Runden (9350 Meter) absolviert. Unter dem verdienten Beifall der Spalier stehenden Zuschauer liefen die Teilnehmer am Sportheim ins Ziel.


Mayerhöfer demonstriert Stärke

Für viele galt das olympische Motto "Dabei sein ist alles", aber auch so mancher ambitionierte und erfahrene Athlet war bei der mittlerweile etablierten Veranstaltung mit von der Partie, allen voran Felix Mayerhöfer von der DJK Dasswang.
Der Realschullehrer aus Kronach, der im vergangenen Jahr den Hamburg-Marathon im Anzug bewältigte, lief quasi zum Aufwärmen das Ein-Runden-Rennen mit, gewann dieses und zeigte schließlich auf der Fünf-Runden-Distanz eine Demonstration seines läuferischen Potenzials. Mayerhöfer gewann in bärenstarken 33:26 Minuten. Diese Topleistung konnten die anderen Teilnehmer nur anerkennen und gratulierten.
Ein Lächeln auf den Lippen trug Mayerhöfer aber sicher nicht nur ob seines Triumphes, sondern weil auch er die herzliche und gleichsam familiäre Atmosphäre der Laufsportveranstaltung genoss.
Auch vor der Leistung etlicher ebenfalls teilnehmenden rüstigen Senioren muss man im übrigen den Hut ziehen. Mit Harald Kreuzer von der LG Bamberg (Jahrgang 1948) und Berthold Wolf (TS Lichtenfels, Jahrgang 1942) absolvierten gar zwei "Siebziger" fünf Runden! Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle aber auch eine achtköpfige Läuferschar aus Österreich. Die Laufsportbegeisterten aus dem Nachbarland hatten beruflich in der Region zu tun und entschieden sich, in Ebing zu starten.
Schon seit vielen Jahren stemmt die Laufabteilung der Spielvereinigung Ebing, geleitet von Albert Landgraf, die Veranstaltung. Andreas Eiermann als Motor des Ebinger Seefestes versäumte nicht, Landgraf, den Helfern und Sponsoren dafür zu danken. Alle Mitwirkenden hätten die erneut großartige Ausrichtung des Ebinger Seelaufes erst ermöglicht, betonte Eiermann. Nicht zuletzt gelte sein Dank aber den fast 300 Athleten für ihre Teilnahme. Aus deren Gesichtern beim anschließenden Seefest war ein "nächstes Jahr bin ich wieder dabei" zu lesen.


Beste Platzierungen

EINE RUNDE
Frauen: 1. Daniela Densch (SpVgg Ebing) 9:40 Minuten, 2. Sina Gemeiner (ohne Verein) 9:42, 3. Emma Floßmann (LG Veitenstein) 10:34 / Männer: 1. Felix Mayerhöfer (DJK Dasswang) 7:37 Minuten, 2. Tim Spielmann (SV Walsdorf) 7:52, 3. Thomas Müller (ohne Verein) 8:03
DREI RUNDEN
Frauen: 1. Ramona Baiersdorfer (DJK Gaustadt) 25:08 Minuten, 2. Giulia Schneider (ohne Verein) 26:49, 3. Jule Beierlieb (LG Veitenstein) 27:06 / Männer: 1. Nick Möller (ohne Verein) 22:26 Minuten, 2. Maximilian Minges (DJK Gaustadt) 22:46, 3. Andreas Hümmer (ohne Verein) 23:11
FÜNF RUNDEN
Frauen: 1. Lisa Sommer (ohne Verein) 42:42 Minuten, 2. Saskia Sandner (LG Veitenstein) 44:45, 3. Rose Baroness von Stackelberg (LG Veitenstein) 46:20 / Männer: 1. Felix Mayerhöfer (DJK Dasswang) 33:26 Minuten, 2. Michael Hämmer (ohne Verein) 37:23, 3. Florian Hofer (Austria Lustenau) 39:05