"Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt bleibt dumm!" - Das fröhliche Lied aus der Sesamstraße ließ bereits nach Einzug der Mädchen und Jungen auf dem Schulhof erahnen, um was es beim diesjährigen Schulfest an der Dr.-Roßbach-Grundschule ging. Das Motto lautete: "Was Technik und Kraft erstaunliches schafft". Was Schulleiter Reinhard Gick-Prandell am meisten freute, war, dass es zumindest die meiste Zeit nicht regnete, denn der größte Teil der elf Workshop-Stationen befand sich im Pausenhof der Schule. Dabei ging es um Fragen wie "Was ist ein Hebel?", "Wie funktioniert ein Flaschenzug?" oder "Kann man Magnetismus sehen?". Was sich zunächst etwas trocken anhörte, schien den Schülern nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch viel Spaß zu bereiten.


Hebel und Flaschenzug erklärt

"Der Leichte hebt auch einen Schweren, wenn er sich auf den längeren Teil stellt". So war das Experiment von Lehrer Werner Keller beschrieben, der damit die Funktionsweise einer Wippe erläuterte. Nach einigen Versuchen ist es Jannik mit seinen geschätzten 30 Kilo gelungen, die Lehrkraft mit ihren ebenfalls geschätzten 88 Kilo nach oben zu heben. Wer Schweres bewältigen will, sollte es sich leicht machen. Wie das geht, konnte man beim Ausprobieren des Flaschenzuges erfahren. Eine Station weiter schienen sich Fußballspieler wie von Geisterhand über eine Spielplatte zu bewegen und sogar Tore zu schießen. Magnetismus machte dies möglich.
Um 1870 entwickelte der französische Techniker Alphonse Pénaud seinen Gummimotor, der mechanische Energie aufnimmt und bei Bedarf wieder abgibt. Ein Verfahren, mit dem die Kinder bei Konrektorin Pia Löffler in Kontakt kamen. "Der Gummimotor ist eine ganz einfache Art des Antriebs", schilderte Löffler. "Wichtig ist, dass man den Gummi zwischen zwei Punkten verspannt."
Treffsicherheit brauchte es an der Wurfmaschine. "Wenn man Süßigkeiten haben will, muss man etwas tun. Dazu braucht es Kraft", erklärte Lehrkraft Monika Rübensaal. Auch wenn es erst beim fünften oder sechsten Mal funktionierte, am Ende hatte es doch jedes Kind geschafft. Zu Beginn des Festes wurden die Sieger der Bundesjugendspiele Schwimmen geehrt. Mit 57 Punkten gingen Emmi Beuschel (4b) und Max Leikeim (4a) als Schulsieger hervor, gefolgt von Leonie Münch (4b) und Finn Schroeder (4a) mit jeweils 55 Punkten. Auf den Verkauf von alkoholischen Getränken wurde bewusst verzichtet und damit das Antidrogenprogramm des Landkreises unterstützt.