Kindertagesstätten, Medizinisches Versorgungszentrum, Sportpark, Westtangente, Schule ... Im Markt Zapfendorf gibt es zurzeit viele Baustellen, bereits begonnene und noch offene. Gerade wird etwa die Schulturnhallen saniert. Und schon sehr bald könnte auch der nächste Gebäudeteil des Schulhauses an der Reihe sein.

Die Zapfendorfer Grund- und Mittelschule wurde bereits im Jahr 2011 saniert. Einige Bereiche wurden damals aber ausgespart, etwa die Turnhallen, in denen gerade gebaut wird, oder auch der B-Bau. Das ist jenes langgezogene Gebäude, das den Schulhof überspannt und die Bauwerke hinter der Aula mit den Turnhallen verbindet. In den 1960er Jahren wurde es erweitert, seitdem ist die Zeit größtenteils stehen geblieben. Zu einem Abriss wird es vermutlich aber nicht kommen. "Unter dem Gebäude befindet sich im Keller ein Großteil der Haustechnik. Bei einem Abriss wäre es ein Risiko, die Betriebsbereitschaft während der Bauphase zu garantieren", erklärte Architekt Roland Schmitt von Schmitt/Vogels Architekten den Zapfendorfer Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung. "Zudem: Aktuell fließen bei Sanierungen höhere Fördermittel als bei einem Neubau."

Laut ersten Einschätzungen eines Statikers dürfte eine Sanierung möglich sein, Genaueres werden aber weitere Untersuchungen und die Detailplanung in den kommenden Monaten zeigen. Den Auftrag für letztere vergab der Marktgemeinderat einstimmig an das Büro Schmitt/Vogels.


Was könnte im sanierten B-Bau untergebracht werden?


In ersten Skizzen sah Schmitt im Erdgeschoss des neuen B-Baus eine Mensa sowie WC-Anlagen vor, zusätzlich noch einen Raum für die Hortbetreuung. Im Obergeschoss könnten dann Räume für die offene Ganztagsschule und den Hort sowie eine Lehrküche untergebracht werden. Für die Barrierefreiheit bedarf es eines Aufzugs. Vermutlich wegfallen würde die Durchgangsmöglichkeit zwischen Aula und Turnhalle innerhalb des Gebäudes. Bürgermeister Volker Dittrich empfahl, im Rahmen einer Baumaßnahme auch die Sanitärbereiche und Duschen, die sich an den B-Bau und die alte Turnhalle anschließen, auf aktuellen Stand zu bringen. Im Herbst soll es dann im Gemeinderat zu einer ausführlicheren Diskussion kommen, wenn auch erste Detailpläne vorliegen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss das Gremium, die Wassergebühren von 1,35 Euro auf 1,25 Euro und die Abwassergebühren von 2,70 Euro auf 2,55 Euro je Kubikmeter zu senken. Die Anpassung war aufgrund der positiven Einnahmesituation notwendig geworden.