Am 30. April wird die Ortsdurchfahrt Marktzeuln wieder komplett gesperrt. Das gab Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech (Freie Wähler Marktzeuln) bei der Gemeinderatsitzung am Montag bekannt.
Grund sei die geplante Instandsetzung der Rodachbrücke, die bis voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien dauern werde. Diesmal werde es innerorts keine Umfahrungen geben. Einwohner und Besucher könnten nur von Lettenreuth oder Schwürbitz kommend in den Ort gelangen. Die ausgeschilderte Umleitungsstrecke erfolge von der Staatsstraße 2208 über Redwitz nach Beikheim auf die Bundesstraße 303 bis nach Weidhausen, weiter auf der Staatsstraße 2191 zurück nach Marktzeuln und umgekehrt.


Keine Einbahnregelung

Die Bauarbeiten führe die Firma Egon Rohleder aus Ködnitz, aus. Bereits in der Januarsitzung machte die Abteilungsleiterin des Staatlichen Bauamts Bamberg, Ute Becker, deutlich, dass eine ampelgesteuerte Einbahnregelung nicht möglich sei. Fußgänger und Radfahrer dürften aber die Brücke während der Sanierungsarbeiten passieren. Eine Ersatzbrücke wie in Hochstadt sei angesichts der verhältnismäßig geringen Sanierungskosten von 600 000 Euro nicht verhältnismäßig, ergänzte Ralph Tietje, Techniker und Projektleiter des Staatlichen Bauamts. "Die Ersatzbrücke in Hochstadt kostet allein eine Million Euro", rechnete er dem Gremium vor.
Helmut Kießling (CSU) machte den Vorschlag, die Schulbushaltestelle im Bereich der Baustelle am Mühlenweg/Hochstadter Straße einzurichten. Dort könne der Bus problemlos wenden. Die Beleuchtung der Brücke solle wie jetzt vorhanden installiert werden, beschloss der Gemeinderat einstimmig. Es sollten wieder Leuchten vor und nach der Brücke, sowie eine Leuchte in der Mitte aufgestellt werden. Dem Vorschlag der Bayernwerk AG, die Leuchte auf der Brücke wegzulassen und dafür zwei neue LED-Leuchten an höheren acht Meter hohen Masten vor und nach der Brücke zu stellen, folgte das Gremium nicht. Der Gemeinderat gab seine
Zustimmung gab es zu einer Bauvoranfrage im Redwitzer Weg 8. Dort plane der neue Eigentümer den Abriss des Wohnhauses und die Errichtung eines modularen Holzhauses mit Carport und Holzlege, informierte der Bürgermeister. Das Bauvorhaben sei nicht problemlos, da sich das Grundstück im Überschwemmungsgebiet der Rodach befinde. Die wasserrechtlichen Voraussetzungen müssten geprüft werden. Die Erschließung mit Strom, Wasser und Abwasser sei gesichert. Das Landratsamt werde auf das gegenüberliegende Trainingsgelände des TSV Marktzeuln und die davon ausgehende Lärmbelästigung hingewiesen.


Ärger über Hundehalter

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Aufnahme von Dirk Bodo Dzedzeck in die Vorschlagsliste zur Schöffenwahl des Amtsgerichts Lichtenfels. Helmut Kießling beschwerte sich über Hundekot am Ostaring in Marktzeuln. Trotz aufgestellter Hundetoiletten würden Hundehalter den Kot nicht entsorgen. Bürgermeister Friedlein-Zech appellierte an die Hundehalter, sich an die Vorschriften zu halten.
Er wies auf das Aktionsbündnis gegen neue Stromtrassen hin. Die von der Bundesnetzagentur geplanten Varianten belasteten die Landkreise. Jede Stadt und Gemeinde könne betroffen sein. "Mit der Initiative ,fehlamplatz‘ wollen wir bei dem zuständigen Ministerium und den politisch Verantwortlichen in Berlin ein Umdenken bewirken", sagte er und forderte zum Mitmachen auf. Jeder könne seine Stimme im Internet unter www.fehlamplatz.de abgeben.