Wie die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg mitteilt, gibt Michael Melber, der Geschäftsführer des Jobcenters Lichtenfels, ein Statement zur Preissteigerung der Heiz- und Stromkosten:

„Wir müssen uns alle in diesem Jahr auf gestiegene Heiz- und Stromkosten einstellen. Für Kunden des Jobcenters ist das besonders herausfordernd. Heizkosten werden über die gesetzlichen Regelungen zu den Bedarfen für Unterkunft und Heizung regelmäßig in der Höhe, in der sie anfallen, von den Jobcentern übernommen.

Anders ist es hingegen bei den Stromkosten. Strom ist Teil des Regelbedarfes für den täglichen Lebensunterhalt und die Höhe der einzelnen Bestandteile werden vom Gesetzgeber in regelmäßigen Abständen überprüft und angepasst. Steigen die Stromkosten, müssen die Kunden die Mehrkosten daher vorübergehend ggf. selber tragen. Das kann zu finanziellen Belastungen führen, weil für andere Ausgaben, etwa für Ernährung, Kleidung und Körperpflege dann weniger Geld zur Verfügung steht.

Die Jobcenter haben hier allerdings leider keinen Spielraum, den Regelbedarf anzupassen. Sie können jedoch zur Überbrückung der finanziellen Notlage ein Darlehen bewilligen. Wir bitten die Menschen, die aufgrund der gestiegenen Stromkosten in Zahlungsverzug geraten, sich frühzeitig an uns zu wenden, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können, um eine Sperrung der Energieversorgung zu vermeiden.“

Wie die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg weiterhin berichtet, gilt das Unterstützungsangebot des Jobcenters Lichtenfels stellvertretend für alle Jobcenter der Region, die bei Notlagen ebenfalls gerne helfen.