SeubelsdorfGanz traditionell feierten die 24 Feuerwehren des Stadtgebiets am Samstag den Namenstag ihres Schutzheiligen Florian mit einem Gottesdienst, einem Festzug und anschließendem Beisammensein. Ausrichterin war - nach 2014 und 2017 - die freiwillige Feuerwehr Seubelsdorf.
Die Feier begann am Abend mit einem von Pfarrer George Thottankara gehaltenen Festgottesdienst in der Pfarrkirche "Heilige Familie". Der Pfarrer ging kurz auf die Lebensgeschichte des heiligen Florian ein, der einst als hoher Staatsbeamter in St. Pölten in der damaligen römischen Provinz Noricum (Oberösterreich) lebte und sich für Christen einsetzte, die zur Zeit der großen Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian im heutigen Lorch an der Enns, eingekerkert waren. Dabei wurde er aber am 4. Mai 304 selbst gefangen und in der Enns ertränkt. Florian habe an die rettende Liebe Gottes geglaubt, sei deshalb verfolgt und getötet worden, betonte der Pfarrer. Er freue sich, dass es Menschen wie die Feuerwehrleute gebe, die sich an die Botschaft Jesu Christi hielten und anderen Menschen in Not helfen würden, um die Welt ein wenig menschlicher und sicherer zu machen. Diese gelebte Nächstenliebe erfordere viel Engagement - schließlich gelte es zu jeder Tages- und Nachtzeit in Not Geratenen beizustehen, ob bei einem Brand, einem Sturm, einer Überschwemmung oder bei einem anderen Notfall. Aber: "Wer anderen hilft, wird auch selber reicher an Liebe, Glück und erfülltem Leben. So haben beide Parteien, der Geholfene und der Helfende, Grund zur Dankbarkeit", stellte der Pfarrer fest.
Auch beim Gottesdienst haben Feuerwehrleute mitgewirkt. So hat die Zweite Vorsitzende der Seubelsdorfer Wehr, Elvira Lorenz, die Lesung verkündet, während Inga Hartmann die Fürbitten vortrug. Mitglieder der Seubelsdorfer Kinderfeuerwehr zeigten schließlich mehrere Gegenstände wie Helm, Strahlrohr, Sirene, Funkgerät und Schläuche, die für die Feuerwehrleute wichtig sind und deren Bedeutung Mitglieder der Jugendwehr erklärten. Im Anschluss an den Gottesdienst marschierten die Floriansjünger, mit der Seubelsdorfer Kinderfeuerwehr an der Spitze, zusammen mit dem Pfarrer, dem Bürgermeister Andreas Hügerich, der Zweiter Bürgermeisterin Sabine Rießner, dem Dritter Bürgermeister Winfried Weinbeer, den Feuerwehrreferenten Roland Lowig und Otto Dinkel und der Kreisbrandinspektion in einem langen Zug unter der Begleitung der Leuchsentaler Blasmusik zum Feuerwehrhaus, wo im großen Festzelt im angrenzenden Park der Vorsitzende der Seubelsdorfer Wehr, Thomas Löffler, die große Feuerwehrfamilie herzlich begrüßte.
Erster Bürgermeister Andreas Hügerich bedankte sich bei allen Aktiven, die sich in den Dienst für die Allgemeinheit stellten, um für die Bürger da zu sein, wenn diese in Not sind. "Ihr seid diejenigen, die uns in Not und Gefahr helfen, deshalb seid ihr Florian für alle!" Als Vertreter der Kreisbrandinspektion bedankte sich der Kreisbrandinspektor Hermann Schuberth bei seinen Feuerwehrkameraden für die Teilnahme am Florianstag.


Florianstag1: Die Seubelsdorfer Kinderfeuerwehr führte den Festzug zum Florianstag an.