Mit einem Fallschirmsprung ins Eheleben starten oder in Taucherausrüstung unter Wasser: Manch einer möchte eben auf ganz unkonventionelle Weise heiraten, und heutzutage wird vieles möglich gemacht. Der Wunsch nach einem besonderen Trauungsort wird häufiger geäußert. Das haben auch die Mitarbeiter des Lichtenfelser Standesamtes festgestellt. So entstand die Idee, das Türmerzimmer im Oberen Torturm für Eheschließungen zur Verfügung zu stellen. Der Stadtrat stimmte dem Vorschlag zu. Ein bisschen teurer wird es allerdings für die Hochzeiter, wenn sie den exklusiven Blick über die Stadt haben möchten, denn es wird eine zusätzliche Gebühr von 75 Euro erhoben - wegen des größeren Aufwandes seitens der Verwaltung. Und das Paar muss sich im Klaren sein, dass es in dem alten Gemäuer nicht kuschelig warm sein wird. Nur wenige Begleitpersonen (maximal zwölf) dürfen mit hinauf. Mit Stöckelschuhen wäre es eher schwierig... Egal. Man kann nun wählen, wo man lieber Ja sagen würde: im historischen Sitzungssaal des Rathauses, in der ehemaligen Synagoge oder eben im Turm. Vielleicht ja in weiterer Zukunft auch im Stadtschloss. Dann könnte man am selben Ort gleich zur Feier übergehen. Ein Antrag diesbezüglich ist jedenfalls bereits gestellt.

Stadtschloss-Miete teurer

Die Miete für das Stadtschloss wird im neuen Jahr teurer. Begründet wurde das mit dem Aufwand für Auf- und Abbau. Für vergleichbare Veranstaltungsstätten in der Region werden bereits jetzt deutlich höhere Gebühren verlangt, hieß es in der jüngsten Stadtratssitzung, in der die Preisanhebung einstimmig beschlossen wurde. Privatpersonen, die bisher für die Nutzung des Stadtschlosses etwa für eine Hochzeitsfeier 240 Euro zahlten und in der Bewirtung an den dortigen Pächter gebunden waren, werden dann - je nach Leistung und Personenzahl - rund 1500 bis 2000 Euro aufbringen müssen, in der Wahl des Caterings aber frei sein. Der bestehende Vertrag wurde vom bisherigen Pächter fristgerecht zum Jahresende gekündigt. Eine Neuausschreibung ist nicht angedacht. Die Stadt möchte die besonderen Räumlichkeiten künftig besser vermarkten.