Das Richtfest ist immer ein markanter Meilenstein bei der Entstehung eines neuen Gebäudes. So auch beim Bürgerhaus, das die Gemeinde Redwitz zur Revitalisierung der Ortsmitte derzeit im Rahmen der Städtebauförderung errichten lässt. Zugleich werden mit dem Fortschritt des Gebäudes die Bemühungen um die Ortskernsanierung deutlich sichtbar.

Das Interesse der Bevölkerung am Richtfest des Bürgerhauses war groß. Bürgermeister Christian Mrosek stellte fest, dass die Gemeinde seit einiger Zeit intensive Anstrengungen unternehme, um den Ortskern neu zu beleben und dort vorhandene städtebauliche Missstände zu beseitigen. Mit der Umgestaltung des Gutmann-Hauses und der Neugestaltung des danebenliegenden Höllein-Geländes stünden zwei Projekte besonders im Blickpunkt.


Zentrale Funktion verloren


Die Entwicklungen der zurückliegenden Jahrzehnten haben laut Bürgermeister dazu geführt, dass der Ortskern seine einst vorherrschende gemischt genutzte Struktur und damit seine zentrale Funktion verloren habe. Daher habe sich die Gemeinde mithilfe der Städtebauförderung aufgemacht, den Ortskern zu revitalisieren und damit nach und nach die Attraktivität des Ortes zu heben.
"Bei Haushaltsbefragungen kristallisierte sich heraus, dass ein Bürgerhaus für die Gemeinde viele Vorteile mit sich bringen würde", betonte Mrosek. "Hier wird ein Treffpunkt für Jung und Alt geschaffen."

Zur Umsetzung der Ziele des 2011 aufgestellten integrierten städtebaulichen Handlungskonzeptes wurde laut Bürgermeister ein Quartiersmanagement installiert, das ebenfalls aus den Mitteln des Städtebaus gefördert wurde. Für die Maßnahme Bürgerhaus seien aus dem Sonderprogramm "soziale Integration im Quartier" Fördermittel von 90 Prozent der förderfähigen Kosten zugesagt worden.


Dank des Bürgermeisters


Der seit Herbst 2017 laufende Rohbau sei nun abgeschlossen und die Zimmererarbeiten hätten mit diesem Richtfest ebenfalls ihr Ende gefunden. Der Gruß des Bürgermeisters sowie sein Dank galt allen am bisherigen Baufortschritt Beteiligten.

Meister Erik Thiel von der gleichnamigen Zimmerei beendete mit seinem Richtspruch offiziell seine Arbeit.

Pfarrer Daniel Steffen Schwarz gratulierte im Namen der Kirchengemeinde und wünschte für das Bürgerhaus alles Gute. Folgend begleitete er die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte "Grünschnabel" auf der Gitarre zu dem Lied "Gottes Liebe ist so wunderbar".


Es regnete Süßigkeiten

Nun gab es für die Kinder kein Halten mehr. Mit Körbchen und Tütchen erwarteten sie den süßen Regen vom Gerüst des Bürgerhauses. Die Kleinen sammelten eifrig die vielen bunten Süßigkeiten ein.

Im Anschluss war die Bevölkerung eingeladen zu Bratwürsten und einem kühlen Getränk.