150 Jahre jung wird die Ebensfelder Feuerwehr nur einmal. Und wenn dann noch eine 25-köpfige Kapelle aufspielt, deren Mitglieder das Musizieren mit jeder Faser ihres Seins lieben, steigt das Stimmungsbarometer eben schnell an. Stimmung und Gaudi versprechen die "Stadelhofner" auf ihrer Homepage - und hielten am Samstagabend im Festzelt Wort. Rund 2000 Besucher feierten und sangen begeistert mit. Für Kurzweil sorgte ferner eine Vereinsolympiade, bei der sich vier teilnehmende Teams maßen.
Als die Zuschauermenge im Laufe des Abends das beliebte Lied eines bekannten Schlagersängers lauthals mitsang, war das wie ein vielstimmig verlautbartes Resümee. Rund 2000 Besucher fanden den Stimmungsabend mit den "Stadelhofnern" einfach nur "wahnsinnig" schön. Das Ensemble gab wirklich alles, sorgte bei am späteren Abend fast "voller Hütte" teilweise für einen Hexenkessel im Festsaal.
Mit einem bunten Repertoire von anfangs klassischen Blasmusikweisen bis zu altbekannten Stimmungshits zogen die "Stadelhofner" das Publikum in seinen Bann. Als sich Mitglieder des Ensembles unter das Volk mischten für ein zwischenzeitliches Standkonzert, gab es im Publikum kein halten mehr.
Das Band zwischen den Musikern und den Zuhörern war im Nu geknüpft. Dies ist der Fähigkeit des Ensembles unter der Leitung von Dirigent Frank Macht zu verdanken, die in spielerischer Art und Weise in Interaktion mit den Blasmusikfans traten. So durfte im Laufe des Abends einmal eine junge Dame aus dem Publikum namens Jessica für zwei Lieder die Rolle der Dirigentin einnehmen. Für gute Laune sorgte auch ein Stimmbandcontest mit den Strophen des "Oberfrankenliedes".
Anlässlich ihres 150. Jubiläums hatte sich die Ebensfelder Wehr für diesen Stimmungsabend außerdem noch ein besonderes Programmeinfallen lassen: Bei der Teamolympiade maßen sich die Mannschaften im zeitlichen Wettstreit bei vier Aufgaben. Die Herausforderung an traten die Ehrendamen sowie Mannschaften der Patenfeuerwehr aus Lichtenfels, des TSV Ebensfeld und natürlich der ausrichtenden Ebensfelder Wehr.
Bizeps war gefragt bei der ersten Disziplin Maßkrugstemmen. Die Vertreter aller vier Teams wurden frenetisch angefeuert, der Schwierigkeitsgrad schließlich zur Beschleunigung des Ganzen auf zwei Bierkrüge erhöht. Ordentlich Muckis bewies vor allem Raphael Gahn, der hier die volle Punktzahl für die Lichtenfelser Feuerwehr holte.
Bei den weiteren Aufgaben - aber das kennen deren Teilnehmer ja aus Feuerwehr oder Sportverein - war Teamgeist gefragt. Als nächstes ging es darum, welche Mannschaft wohl mit vereinten Kräften eines ihrer Mitglieder am schnellsten mit einem alten Feuerwehrschutzanzug einkleidet. Erneut behielt der Patenverein aus Lichtenfels mit Fabian Dressel, Fabian Hümmer, Tobias Süppel, Anna-Maria Haas und Raphael Gahn die Oberhand.
Dann aber schlug die Stunde der Ebensfelder Ehrendamen. Bei den übrigen zwei Aufgaben bewiesen Jule Friedrich, Jasmin Zapf, Jessica Zapf, Darleen Brosig und Franziska Storath Frauen-Power pur. Mit Abstand gewannen die Mädels die Disziplin "Hutbasteln aus Zeitungspapier" sowie das abschließende Einschlagen von fünf Zimmermannsnägeln. Der sportlichen Fairness halber waren die Nägel bei den Damen etwas kürzer.
Festausschussvorsitzender Holger Lunkenbein war übrigens selbst in Aktion zu sehen. Dass er zusammen mit Simon Weber, Jens Stölzel, Julian Aumüller und Max Schick letztendlich "nur" den dritten Rang für die Ebensfelder Feuerwehr errang, nahm er gelassen: "Es hat riesig Spaß gemacht, und das zählt doch". Genauso sahen es die Mannen vom TSV Ebensfeld, die Vierte wurden, aber die Köpfe ebenso nicht hängen ließen.


Zweiter Rang für Ehrendamen

Die Ehrendamen der Ebensfelder Wehr hingegen feierten ihren tollen zweiten Rang mit einer Tanzeinlage, freuten sich auch über einen Präsentkorb einer heimischen Metzgerei. Als Sieger der Teamolympiade feiern lassen durften sich die Patenfeuerwehr aus Lichtenfels, denen Holger Lunkenbein den ersten Preis übergab, einen Gutschein für ein 50-Liter-Bierfass.
Frohsinn, Gemütlichkeit und gute Laune - all das verkörperte der gelungene Stimmungsabend im Festzelt, an den sich Feuerwehrler, "Olympioniken" und die vielen Zuschauer noch lange erinnern werden.