Die Brauerei Leikeim im oberfränkischen Altenkunstadt (Landkreis Lichtenfels) hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen sei "infolge der deutlichen negativen Absatz- und Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre" in einen Liquiditätsengpass geraten, teilte Geschäftsführer Andreas Leikeim mit.
Die Herausforderungen im deutschen Biermarkt seien seit Jahren anspruchsvoll, hieß es weiter. Der Bierkonsum gehe zurück, die Kosten seien angestiegen, und die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie belasteten die Situation zusätzlich. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ist eine spezielle Variante des Insolvenzrechts, die auf die Sanierung eines Unternehmens abzielt, anstatt auf dessen Abwicklung. Bei diesem Verfahren bleibt die Geschäftsleitung im Amt und saniert die Firma an der Seite eines sogenannten Sachwalters
Leikeim: 100 Mitarbeiter von Insolvenz betroffen - Entwicklung konnte nicht gestoppt werden
In den vergangenen Jahren habe man mehrere Versuche unternommen, um die Entwicklung zu stoppen. Unter anderem habe man das Exportgeschäft erweitert, in alkoholfreie Produkte investiert und Kosten eingespart. Das alles habe jedoch nicht ausgereicht, um die Belastungen dauerhaft auszugleichen, teilte das Unternehmen weiter mit. Das Brauhaus Altenkunstadt Andreas Leikeim GmbH & Co. KG werde seit 1887 als unabhängige Familienbrauerei vom Stammsitz in Altenkunstadt aus geleitet - mittlerweile in fünfter Generation, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Derzeit seien rund 100 Menschen dort beschäftigt.
Noch im Dezember hatte das Unternehmen öffentlich mitgeteilt, man blicke "zuversichtlich auf das kommende Jahr". Im Rahmen der Weihnachtsfeier wurden zahlreiche langjährige Mitarbeiter geehrt. Neben klassischen Biersorten wie Pils, Hell und Kellerbier ist Leikeim auch bekannt für seine Limonaden. Fast alle Getränke haben einen markanten Bügelverschluss. Erst kürzlich hatte Leikeim versucht, mit einem Dosenspezi den hart umkämpften Limonaden-Markt zu erobern. Seit kurz vor Weihnachten beliefert das Unternehmen zudem über die "Bierothek" deutschlandweit Fans von fränkischem Bier.
Der Betrieb und die Produktion gehen laut Leikeim weiter. Derzeit würden im Zuge des Eigenverwaltungsverfahrens verschiedene Sanierungsoptionen geprüft. Der Bierkonsum geht in Deutschland schon seit Jahren zurück. Zugleich steigen die Rohstoffpreise. Das setzt viele Brauereien unter Druck. Viele satteln auf alkoholfreie Varianten um. Die Neumarkter Lammsbräu etwa macht hiermit aktuell mehr Umsatz als mit klassischem Bier.
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