Ein toller Festumzug bildete den Höhepunkt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten für 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Weismain. Die Tausenden von Schaulustigen sollten nicht enttäuscht werden.
128 Vereine mit zehn Musikkapellen boten bei hochsommerlichen Temperaturen ein imposantes Bild auf ihrem Weg durch die Stadt hin zum riesigen Festzelt im Kastenhof. Was neben den zahlreichen Feuerwehren mit ihren Fahnenabordnungen und Festdamen den Festzug besonders attraktiv machte, waren die zahlreichen Farbtupfer: Gartenbau- und Sportvereine, Soldaten- und Reservistenkameradschaften.
Schon der Beginn des Zuges mit den eleganten Festdamen in ihren roten Kleidern, den Weismainer "Löschkids" und den gastgebenden Feuerwehrleuten ergab ein wunderschönes Bild. Beifall gab es auch für die Blaskapellen die ob der hohen Temperaturen Schwerstarbeit zu leisten hatten.
Ein sagenhaftes Bild bot der Fahneneinzug. Alle im voll besetzten Zelt waren aufgestanden, um beim "Frankenlied" die Fahnenträger zu feiern. Der Altenkunstadter Fahnenträger Michael Opel, der an diesem Tag Geburtstag hatte, ließ nicht nur seine Fahne gekonnt rotieren, er schaffte es noch, die Altenkunstadter Wehleute, die den vorderen Teil des Zeltes bevölkerten, zur La Ola zu animieren. Der Vorsitzende der Weismainer Feuerwehr Roland Säum brachte es dann auf den Punkt was viele fühlten:  "Wir lieben Weismain, den Jura und unser Frankenland."
Europaabgeordnete Monika Hohlmeier gratulierte im Namen aller Abgeordneten dem Jubelverein. Bei uns wird gearbeitet und gefeiert. Den herrlichen Umzug haben die Festdamen der Wehren einmalig gemacht. Für diese Art von Brauchtum werden wir in Deutschland und Europa beneidet. Landrat Christian Meißner erklärte wenn vor ein paar Wochen Ebensfeld die Toskana des Landkreises war so ist dies in Weismain Südtirol. Der Beifall zeigte das die Weismainer damit gut leben konnten. Der stellvertretende Kreisbrandrat Ottmar Jahn machte am Beispiel Jubelverein deutlich, dass in den Wehren Ausdauer und Einsatz stimmen. Dies zeige sich im Ernstfall wo es oft um Leib und Leben geht ebenso wie bei der Feier eines solchen Jahrhundertfestes. Kreisbrandmeister Matthias Müller führte aus das dies alles nicht selbstverständlich ist. Er dankte allen die bei der Organisation und Abhaltung des Jubiläumsfestes dabei waren. Hier werden die Feuerwehren in einem positiven Licht dargestellt was sehr wichtig ist. Ein außergewöhnliches Geschenk für die Weismainer Wehr hatte die befreundeten Kameraden aus Dinkelscherben in Form einer rissigen Feuerwehrtorte dabei, was die jahrelange Freundschaft zur Wehr aus dem Augsburger Raum bestätigte. Nach den Hymnen und mit Stimmungsmusik der Altenkunstadter Musikanten feierten alle Gäste die Jubelwehr bis in den späten Abend.