Veranstalter der 1. Obermain Open im Fußballgolf war der Deutsche Fußballgolf-Verband (DFGV), Ausrichter der Verein "Fußballgolf Obermain". In vier Kategorien traten 42 Teilnehmer von 20 Teams an. Das drei Tage dauernde Bayern-Turnier hatte am Freitag in Augsburg begonnen, setzte sich am Samstag in München fort und endete am Sonntag in Grundfeld. Dabei spielten die Damen und Herren je zwei Runden, die Doppel spielten eine Runde. Und für die drei anwesenden Jugendlichen gab es auch ein kleines Turnier.

Fußballgolf ist eine relativ neue Sportart für jeden ab vier Jahren bis ins hohe Alter. Fußballer und Fußballerinnen sind hier nicht unbedingt im Vorteil.

Uunebene Lage besonderer Reiz

Die knapp drei Jahre alte 18-Loch-Anlage mit einer Gesamtbahnlänge von rund 1350 Metern befindet sich am Fuße des Vierzehnheiligener Berges. Sie ist eine von nur 14 zertifizierten Anlagen in ganz Deutschland und die einzige Anlage in Nordbayern und Thüringen. Dabei ist die unebene Lage im Gelände der besondere Reiz und die Schwierigkeit zugleich.

Dass es bei diesem für die Region einmaligen Erlebnis keine Zuschauer gab, bedauerte Patrick Zenk vom "Fußballgolf Obermain" sehr: "Das Gelände ist 20 000 Quadratmeter groß. Es gibt genug Sicherheitsabstand, außerdem haben wir ein umfassendes Hygienekonzept ausgearbeitet, aber das Landratsamt hat nein gesagt. Schade!" Die Zuschauer hätten die Deutsche Meisterin in dieser Sportart, Laura Rolli, sehen können.

Doch bevor es zur Preisverteilung am Nachmittag kam, hatte ein kurzer, aber heftiger Regenschauer den Zeitplan etwas nach hinten verschoben. Spielerinnen und Spieler benötigten zuerst trockene Wäsche. Wenngleich ein Fußballgolfer versuchte, mit Regenschirm zu spielen, waren doch alle Teilnehmer ziemlich durchnässt. Der guten Stimmung auf dem Platz tat das aber keinerlei Abbruch, die 39 Männer und drei Frauen hielten tapfer durch.

Fast alle Preise und Pokale gingen nach Nord- und Südwestdeutschland: Allein der Fussballgolf-Club Rhein Neckar war mit 13 Spielern angetreten, der FGC Detmold mit sieben. Ziel des Deutschen Dachverbandes ist es, dass Fußballgolf in acht Jahren als olympische Disziplin anerkannt wird.

Nur natürliche Hindernisse

Die Idee, so eine Anlage zu errichten, war an einem Regentag gekommen: Im Urlaub 2015 auf der Insel Föhr hatte Zenk so etwas zum ersten Mal gesehen. Bis das Projekt in Grundfeld im April 2018 starten konnte, verging noch einige Zeit mit Planungen, Einholen von Genehmigungen sowie Umgestaltung und Anpflanzen seiner Ackerflächen als "Sportgelände". Keine künstlichen, nur natürliche Hindernisse stehen jetzt im Parcours, von Findlingen, die es zu umspielen gilt, durch ausgehöhlte Baumstücke und Weidengeflechte hindurch, vorbei an Wurzelstöcken, Holzstangen und Stämmen muss der Fußball, den man entweder vor Ort ausleihen oder von zu Hause selbst mitbringen kann, ins Ziel geschossen werden.