Eine solche Satzung stärkt die Beteiligungsrechte der Bürger, macht Entscheidungsprozesse transparent und schafft Vertrauen in die Kommunalpolitik - so die Meinung der Unterstützer.
Ein Beispiel für die Notwendigkeit einer Bürgerinformationssatzung ist ihrer Meinung nach der Ablauf der aktuellen Maßnahmen zur Trinkwasserversorgung in Burgkunstadt. Bereits im Jahr 2008 wurde das Ingenieurbüro Miller von der Stadt Burgkunstadt mit einer Bestandsaufnahme beauftragt. Seit 2010 wurden konkrete Maßnahmen geplant und seit 2012 (Anschluss Neuses) umgesetzt. Im März 2013 gab es unter großem öffentlichen Interesse eine erste Informationsveranstaltung, nachdem die wesentlichen Entscheidungen einschließlich der Kosten für die Bürger bereits in nicht-öffentlicher Sitzung getroffen worden waren. So etwas darf aus Sicht des Bürgervereins nicht wieder vorkommen. Mit einer entsprechenden Satzung soll für die Zukunft sichergestellt werden, dass die Bürger so frühzeitig wie möglich informiert werden. Elf von 16 Bundesländern haben bereits eine Landes-Informationsfreiheitssatzung eingeführt. Bayern gehört nicht dazu. Deshalb haben über 50 bayerische Städte und Gemeinden eigene Informationsfreiheitssatzungen beschlossen.
Die Bürgerinformationssatzung des Bürgervereins orientiert sich an einer Mustersatzung des Bündnisses Informationsfreiheit für Bayern, an welchem so renommierte Organisationen wie Mehr Demokratie e.V., Transparency International - Deutschland e.V., Bayerischer Journalisten-Verband, Bund Naturschutz und etliche politische Parteien teilnehmen.
Unterschriftslisten liegen an folgenden Stellen aus: Anwaltskanzlei Dinglreiter, Kronacher Tor 7, und Alte Apotheke, Kulmbacher Straße 10. Nach telefonischer Anmeldung kann auch unterschrieben werden in Mainroth bei E. Berg und R. Englert (09229/975730), in Theisau bei A. Hanna (09572/60198) und in Ebneth bei F. Callens (09572/1055). ft