Mehr als 40 verendete Schwäne sind aus einem Badesee im Landkreis Lichtenfels geborgen worden. Wie das Landratsamt mitteilte, kam es an dem Gewässer in Michelau in Oberfranken in den letzten beiden Wochen zu einem vermehrten Sterben. Demzufolge wurde am 10. Februar bei einem dort gefundenen Höckerschwan die Vogelgrippe durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Woran die anderen Vögel verendet sind, wird laut dem Landratsamt noch untersucht.
Spaziergänger werden gebeten, das Ufer nicht zu betreten. Zudem sollten Hunde angeleint werden. Um eine Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern, sollten Tierhalter erhöhte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Vogelgrippe verbreitet sich derzeit verstärkt
Die Vogelgrippe verbreitet sich den Angaben des Landratsamts zufolge derzeit verstärkt unter Wild- und Wasservögeln wie dem Schwan. Das erkläre sich durch eine Kombination von Faktoren: Die Tiere seien durch die Kälte geschwächt und damit anfälliger für Infektionen. Die zugefrorenen Seen erschwerten die Nahrungssuche, zudem schlossen sich die Tiere zu Gruppen zusammen.
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Diese Faktoren seien vermutlich der Auslöser für das Tiersterben am Rudersee in Michelau, erklärte das Landratsamt. Erst das Tauwetter habe es den Einsatzkräften ermöglicht, die Kadaver zu bergen. Damit das Virus nicht verbreitet werde, sei eine Dekontaminationsstelle eingerichtet worden. Dort hätten sich die Kräfte nach dem Einsatz desinfiziert und ihre Kleidung gewechselt.
Die Vogelgrippe ist eine bei vielen Vogel- und Geflügelarten häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Bei hoher Infektionsdosis ist das Virus prinzipiell auch auf den Menschen übertragbar - und könnte schwer verlaufen. In Deutschland ist dem Robert Koch-Institut zufolge aber noch kein Fall bei einem Menschen bekannt geworden.