Mit einigen Wochen Verspätung dürfen Badeseen und Freibäder wieder für Besucher öffnen. "Für die Einschränkungen, die wir in diesem Sommer durch das Corona-Virus haben, läuft alles relativ normal", resümiert Martin Lüders, Geschäftsführer der Freizeit GmbH Bad Staffelstein. Knapp einen Monat hat der Badesee mittlerweile wieder geöffnet. Seiner Einschätzung nach braucht es eine gewisse Zeit, bis sich alles wieder eingespielt hat. "Man braucht nicht denken, dass alles auf einen Schlag losgeht. Gerade befinden wir uns noch in der Einlaufphase wissen nicht, wie lange diese dauert."

Chips zum Zählen der Gäste

Um zu gewährleisten, dass die Badegäste genug Abstand voneinander halten können, wurde für die aktuelle Badesaison eine maximale Anzahl an Personen festgelegt, die gleichzeitig auf das Gelände dürfen. "Wir haben ein bestimmtes Kontingent an Leuten, die gleichzeitig reingelassen werden können", sagt Lüders. Pro Gast ist eine Liegefläche von zehn Quadratmetern vorgesehen. "Die Obergrenze liegt bei 1000 Besuchern, am besucherstärksten Tag in diesem Jahr waren 850 Personen hier." Bisher hat der Platz der dem Bad Staffelsteiner zufolge gut ausgereicht.

Die Anzahl der Badegäste wird mithilfe von Chips kontrolliert. "Jeder Gast bekommt am Eingang einen Chip, der beim Gehen wieder abgegeben wird. Normalerweise haben die Besucher immer einen Kassenbon erhalten, so konnten wir nur nachzählen, wie viele Besucher pro Tag am See waren", erklärt Lüders das Vorgehen. Ein Online-Ticketsystem gibt es für den Bad Staffelsteiner Badesee nicht. "Wenn die Obergrenze von 1000 Badegästen erreicht ist, informieren wir die Leute über Facebook und unsere Homepage."

Längere Wartezeit beim Einlass

Die Besucher des Badesees verhalten sich sehr bedacht, was die Abstands- und Hygieneregeln anbelangt. "Wir müssen höchstens ein- bis zweimal pro Tag darauf hinweisen, dass sich nicht zu viele Kinder gleichzeitig auf dem Sprungturm aufhalten dürfen", berichtet Lüders. Generell würden sich die Gäste sehr gut auf die Regeln einstellen und auf diese auch in den Toiletten und Umkleidekabinen sehr achten.

Eine kleine Einschränkung sieht Lüders in den Wartezeiten an der Kasse: "Am Einlass müssen die Leute etwas länger warten, weil wir die Kontaktdaten notieren müssen", sagt er. Um den Prozess zu beschleunigen würde es helfen, wenn jeder Badegast bereits einen Zettel mit seinen Daten mitbringen würde. Darüber hinaus wurde auf dem Weg zum See ein Schild mit einem Barcode angebracht. "Die Gäste, die ein Smartphone nutzen, können den Code scannen und ihre Daten digital angeben", erklärt Lüders. An der Kasse muss dann nur noch die digitale Bestätigung vorgezeigt werden.

519 Badegäste in Ebensfeld

In Ebensfeld dürfen sich aktuell 519 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände des Naturbads aufhalten. "Die Toiletten und eine Dusche im Außenbereich stehen für die Gäste zur Verfügung, die Umkleidekabinen und die Duschen im Innenbereich bleiben vorerst aus Sicherheitsgründen geschlossen", schildert Bernd Hübner, Verwaltungsangestellter der Marktgemeinde Ebensfeld, die aktuelle Situation.

Um zu gewährleisten, dass die maximale Anzahl an Badegästen nicht überschritten wird, wurde der Kassier mit einer Zählvorrichtung ausgestattet. "Wer rein und raus geht, wird gezählt, natürlich müssen am Eingang, beim Kiosk und im Sanitärbereich Masken getragen werden", erklärt Hübner das Vorgehen. Wie der Verwaltungsangestellte ergänzt, bleiben die Stege in dieser Saison geschlossen. So soll verhindert werden, dass sich die Besucher des Naturbads dort tummeln und die Abstände nicht eingehalten werden.