Einen Tag nach den Veranstaltern des verkaufsoffenen Sonntags am 15. März in Lichtenfels haben auch die Ausrichter des Autofrühlings und des verkaufsoffenen Sonntags reagiert. Nicht nur die Veranstaltung in Lichtenfels wird abgesagt, auch in Bad Staffelstein folgt man diesem Beispiel. Hier war der Sonntag, 29. März, dafür vorgemerkt.

Für den verkaufsoffenen Sonntag und den Autofrühling arbeiten in Bad Staffelstein zwei Veranstalter zusammen. Den Autofrühling organisiert die Adam-Riese-Werbegemeinschaft, den verkaufsoffenen Sonntag samt Markt und Bücherflohmarkt die Stadt.

Nach einer Besprechung zwischen dem Vorsitzenden der Adam-Riese-Werbegemeinschaft, Frank Mirsberger, und Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) war man sich schnell einig. Zuvor hatte der Freistaat Bayern beschlossen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen im Rahmen einer "Allgemeinverfügung von staatlicher Seite" zu untersagen. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen empfiehlt die Staatsregierung eine Absage, jeweils nach Rücksprache mit Behörden. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 19. April. Es gehe darum, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, ohne zu so drastischen Maßnahmen greifen zu müssen wie in Italien oder China. Auch Opern- und Theateraufführungen werden abgesagt. Mirsberger hatte schon am Vormittag betont, dass man eine Absage bereits erörtert habe und nur noch die Sitzung des Kabinetts abwarten wolle. Immerhin einen kleinen Vorteil habe man durch die Absage zum jetzigen Zeitpunkt, sagt Mirsberger: Es seien bislang geringe Kosten aufgelaufen. Man habe Zeit in Ruhe zu reagieren und zu überlegen, wie es weitergeht.

Auch in der Obermain-Therme spürt man die Folgen der aktuellen Situation: "Seit dem 27. Februar verzeichnen wir einen deutlichen Rückgang an Besuchern, zwischen 300 und 800 am Tag", sagt Werkleiter Hans Josef Stich. Auch im Kurhotel spürt man die Krise: "Vor allem bei Tagungen von Firmen haben wir einen Einbruch bei Nachfragen." Und bei Buchungen von Gästen für Übernachtungen werde sehr häufig nach Stornierungsbedingungen gefragt. "Das hatten wir sonst nie."

Der verkaufsoffene Sonntag mit Automarkt am kommenden Wochenende in Lichtenfels findet wie berichtet ebenfalls nicht statt. Die Veranstalter versuchen einen Ersatztermin zu finden. "Die Absage ist natürlich schmerzlich, aber wir vertrauen auf die Einschätzung unserer Behörden", bedauert der Lichtenfelser Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) die Absage. "Wir werden aber alles daransetzen einen Ersatztermin zu finden", so Citymanager Steffen Hofmann. "Mit dem Veranstalter des Street Food Festivals sind wir in engem Austausch." Hier war noch nicht klar, ob es abgesagt wird. Die Veranstalter von Ragnarök teilten inzwischen auch mit, dass das für den 16. April geplante Festival in Lichtenfels nicht stattfinden wird.