Als gebürtige Housnkuh ist es für mich immer wieder bewundernswert (aufrichtig !), wie intensiv der Kronacher Stadtrat bzw. dessen Bauausschuss einschließlich Stadtplaner (mit Rückgrat !) - im Gegensatz zu den meisten Landkreisgemeinden - sich mit vorgelegten Bauanträgen befassen und sich auch grundsätzlich an ihr Ortsrecht (Stichwort: Bebauungsplan, Gestaltungssatzung usw.) halten und deshalb nicht regelmäßig sondern nur in (scheinbar ?) wenigen Ausnahmefällen davon abweichen. Das kommt über Bauherrngenerationen hinweg vor allem dem Stadtbild zu Gute, vor allem dem "Pfund" Altstadt mit seiner herrlich fränkisch-roten Dachlandschaft (erinnert auch an die Toskana), an dem ich mich immer wieder beim Blick von der Festung erfreue (Ausnahme: das Landratsamtsgebäude, das ein Tourist einst als Parkhaus deutete - aber das kann ja durch die in Angriff genommene Generalsanierung hoffentlich nur besser werden).
Aber: die sachliche Überprüfung eines Bauantrags (Stichwort: Einvernehmen) im Rahmen des Baugesetzbuchs durch eine Kommune umfasst lediglich die Untersuchung, ob ein Bauvorhaben planungsrechtlich (städtebaulich) zulässig ist; Genehmigungsbehörde bleibt und ist das Landatsamt Kronach. Der Stadtrat kann zwar auch "Hinweise" an das Landratsamt zu bauordnungsrechtlichen Fragen (z.B. Stellplätze) geben, die jedoch nicht verbindlich sind und lediglich Anregungen darstellen. Also, liebe Stadträte, schüttelt nicht den Kopf über das Verhalten des Landratsamtes, sondern versucht das scheinbar auftretende Verkehrsproblem auf oder in der Ortsstraße "Stadtgraben" nicht baurechtlich, sondern mittels entsprechender verkehrsrechtlicher Anordnungen (und deren Überwachung) zu regeln,