Dass Ideen, die im alkoholischen Überschwang der Gefühle geboren werden, selten die besten sind, musste ein 26-jähriger Kulmbacher am späten Samstagabend schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Er wollte ein fremdes Kraftrad ausprobieren, was ihm statt des erhofften Nervenkitzels einen Krankenhausaufenthalt einbrachte.


Endstation auf dem Acker

Nach Einbruch der Dunkelheit fasste der junge Mann im Kulmbacher Ortsteil Wickenreuth, wo er eine private Feier besuchte, offenbar den Entschluss, sich das nicht zugelassene Moped des Gastgebers ohne dessen Wissen "auszuleihen" und eine kleine Ausfahrt zu unternehmen. Die Spritztour führte ihn auf einen Feldweg Richtung Forstlahm, von dem er allerdings abkam und ins angrenzende Feld fuhr. Auf dem Acker zwischen Wickenreuth und Forstlahm war Endstation.

Ob die Dunkelheit, mangelnde Fahrpraxis oder die Alkoholisierung ursächlich für den folgenden Sturz waren, ist derzeit noch unklar. Deutlicher fielen hingegen die nicht unerheblichen Gesichtsverletzungen des Fahrers aus, die einen Rettungsdiensteinsatz und eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus notwendig machten.


Die Polizei ermittelt wegen mehrerer Delikte

Nun ermittelt die Kulmbacher Polizei gegen den jungen Mann wegen verschiedener Delikte, unter anderem wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Verstößen gegen das Pflichtversicherungs- und das Kraftfahrzeugsteuergesetz. Die kurze und jäh beendete Ausfahrt hat für den Fahrer somit nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein juristisches Nachspiel.