Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth muss in der Champions League um den Einzug in die Play-offs bangen: Vor 2395 Zuschauern in der Oberfrankenhalle mussten sich die Bayreuther dem türkischen Pokalsieger und BCL-Vorjahresfinalisten BK Banvit Bandirma 76:88 geschlagen geben.


Champions League

Medi Bayreuth - BK Banvit Bandirma 76:88

"Wir hatten eine Periode im dritten Viertel, als wir dran waren, haben es da aber nicht geschafft, das Spiel zu drehen", sagte Medi-Topscorer Andreas Seiferth (14 Punkte). Daran, dass der Auswärtssieg leistungsgerecht war, besteht aber kein Zweifel. "Wir haben gegen die klar bessere Mannschaft verloren", sagt Medi-Trainer Raoul Korner. "Wir waren nicht schlecht, haben anfangs aber unsere Würfe nicht getroffen und dann ist es schwierig, Rhythmus aufzubauen."

Vor allem in der ersten Hälfte übernahmen die Gäste - nach einem starken Start der Bayreuther (6:0, 2.) - das Kommando. Der Tabellenführer der Gruppe C präsentierte sich unaufgeregt, abgeklärt und ungemein treffsicher aus der Distanz: Sechs der ersten acht Dreipunktwürfe fanden ihr Ziel und ebneten den Türken über einen 22:37-Zwischenstand (16.) den Weg zu einer komfortablen 43:31-Pausenführung (20.).

Auch die Bretter hatten die Gäste bis zu diesem Zeitpunkt unter Kontrolle, allen voran der slowenische Europameister Gasper Vidmar und der kantige polnische Nationalspieler Damian Kulig (25 Punkte), die sich bereits vor der Pause jeweils fünf Abpraller sicherten. Sie hatten damit entscheidenden Anteil an der Rebound-Dominanz (20:12) des türkischen Erstligisten. Medi Bayreuth hatte mit viel Kampfgeist dagegen gehalten, musste sich aber jede Wurfgelegenheit mühsam erarbeiten. Erst kurz vor der Halbzeitpause traf John Cox den ersten Dreier nach zuvor zehn Bayreuther Fehlversuchen.

Doch die Dreipunktquote stieg, denn die Hausherren kamen mit viel Energie aus der Kabine: Dreier von James Robinson und Gabe York ließen den Bayreuther Rückstand schmelzen (37:45, 23.). Nach dem Treffer von De'Mon Brooks zum 52:55 (27.) waren die Bayreuther wieder in Schlagdistanz. Dann fanden die Türken ihre Treffsicherheit aus der Distanz wieder und bauten mit einer Dreier-Serie von Topscorer Kulig, Öncel und Rautins den Vorsprung bis zur dritten Viertelpause 64:54 (30.) aus.

Damit war eine Vorentscheidung gefallen: Medi kam in der Folge nicht näher als sechs Punkte heran. Banvit hielt die Konzentration hoch und holte abgezockt den Auswärtssieg.
Mit sechs Siegen und fünf Niederlagen teilt sich Medi vor den abschließenden drei Partien den dritten Platz mit Venedig, Straßburg und Athen.

Medi Bayreuth: Robinson (13 Punkte/1 Dreier), Cox (7/1), Linhart (10/1), Doreth, Seiferth (14) Wachalski, Amaize (2), Brooks (9), York (13/2)

BK Banvit Bandirma: Thomas (3/1), Hazer, Kulig (25/3), Gecim (1), Altintiq, Senel, Vidmar (14), Rautins (14/4), Öncel (7/1), Taylor (10), Caloiaro (13/2), Atar.