In der Volleyball-Regionalliga Südost der Frauen wird der TSV Friedberg mehr und mehr zum Überraschungsteam. Die Leidtragenden waren die N.H. Young Volleys aus Neudrossenfeld und Hollfeld, denn der Tabellenvorletzte aus Friedberg zeigte sich - wie bereits in der Woche zuvor gegen den TSV Obergünzburg (2.) - überraschend stark. Nach einem hart umkämpften Spiel unterlagen die Volleys nach spannenden fünf Sätzen mit 2:3 (25:15, 22:25, 18:25, 28:26, 10:15).


Regionalliga Südost, Frauen

TSV Friedberg - N.H. Young Volleys 3:2

In der Hinrunde hatte der TSV Friedberg nur sechs Punkte gesammelt und war Tabellenletzter. Umso überraschender schlugen die Schwaben in der vergangenen Woche mit Obergünzburg eines der Top-Teams der Liga.

Volleys-Trainer Marc d'Andrea sagte schon vor dem Spiel: "Friedberg entwickelt sich seit Ende November immer positiver. Die Gegner berichten nicht mehr so über Friedberg, wie wir und andere sie zu Saisonbeginn erlebt haben. Die Mannschaft ist im Aufschwung und ich will, dass wir sie selbst bei einer deutlichen Führung nie unterschätzen."

Und das gelang zunächst: Beflügelt durch den knappen Sieg am vergangenen Wochenende gegen Esting startete die Spielgemeinschaft aus Neudrossenfeld und Hollfeld sehr konzentriert. Eine stabile Annahme ermöglichte es den Angreifern, sich immer wieder durchzusetzen und so einen Vorsprung herauszuspielen. Durch den hohen Druck im Aufschlag gelang es den Gegnern aus Friedberg nicht, ihr Spiel aufzubauen. Deshalb ging der erste Satz mit 25:15 an das Gästeteam.

Doch Friedberg erhöhte zu Beginn des zweiten Satzes den Aufschlag- und Angriffsdruck deutlich, ohne dabei die Fehlerquote steigen zu lassen.Durch gut platzierte Angriffe der Gegner aus dem Augsburger Umland ging dieser Satz knapp mit 25:22 an die Heimmannschaft. Die nächsten beiden Sätze verliefen ähnlich. Einer ging an Friedberg, einer an die Volleys.

Auch der fünfte Durchgang fiel nicht aus der Reihe. Lange Zeit lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe und boten den Zuschauern einen spannenden Satz mit langen Ballwechseln. Friedberg schaffte es, den Satz dank effizienterer Angriffe mit 15:10 für sich zu entscheiden.
Trotz kämpferischer Leistung konnten die Young Volleys das Spiel nicht mehr drehen.

Trainer d'Andrea sagte: "Wir haben nicht gegen das Team gespielt, dass zurecht das Schlusslicht der Liga war. Wenn Friedberg weiterhin so gut spielt, wie sie es gegen uns getan haben, werden sie das Überraschungsteam der Rückrunde sein. Gewinnen wir den zweiten Satz - was durchaus möglich gewesen wäre - dann wäre Friedberg vielleicht eingeknickt. Jetzt haben wir der kompletten Liga einen Bärendienst erwiesen. Wir könnten Friedberg den sicherlich verdienten Aufschwung ermöglicht haben." cb