Wenn der neue Trainer des TSV Neudrossenfeld II zum Training fährt, braucht er nur ein paar Minuten Denn Mario Franke wohnt seit 2007 in Altdrossenfeld, nur zwei Kilometer vom Sportgelände des Vereins am Weinberg entfernt. Doch im Raum Kulmbach ist Mario Franke nur Fachleuten ein Begriff. Das liegt daran, dass der 40-Jährige aus Heinersreuth stammt und bislang nur bei Bayreuther Vereinen tätig war.

Mario Franke kann auf reichlich Erfahrung als Spieler und Übungsleiter zurückblicken. Als Sechsjähriger begann er beim SV Heinersreuth mit dem Fußballspielen, kickte dort später ein Jahr in der "Ersten". 1994 wechselte er zum SV Mistelgau, bei dem er bis 2001 blieb. Danach zog es Franke zum SV Gesees, wo er, bedingt durch Verletzungen, seine aktive Zeit als Spieler beenden musste.

Beim SV Gesees stieg Franke auch ins Trainergeschäft ein, führte die 2.Mannschaft von der A-Klasse in die Kreisklasse. Nach eineinhalb Jahren als Coach des SV Heinersreuth trainierte er die A-Jugend der JFG Neubürg, stieg mit ihr in die Kreisliga und Oberliga auf. 2013 übernahm der Controller in der freien Wirtschaft den Trainerposten beim BSC Saas Bayreuth, zunächst bei dessen 2. Mannschaft, danach ein halbes Jahr bei der "Ersten", wo er in der Winterpause der Saison 2014/15 Martin Fraß beerbte.

Den Abstieg der Saaser in die Bezirksliga konnte aber auch Mario Franke nicht mehr verhindern. In der neuen Saison legte der BSC Saas gleich einen Fehlstart hin. Mario Franke schmiss noch im August das Handtuch. Er wollte mit diesem Schritt ein Zeichen setzen, die Mannschaft aufwecken. Von Vereinsseite bedauert man diesen Entschluss sehr, war Mario Franke doch aufgrund seiner Arbeit und menschlichen Art ein geschätzter Trainer.
Wir sprachen mit ihm über seine neue Aufgabe beim TSV Neudrossenfeld II, der mit 16 Punkten abgestiegsgefährdet ist.

BR: Herr Franke, mit welchem Ziel treten Sie ihr neues Amt an?
Mario Franke: Da gibt es nur eines: den Klassenerhalt. Wir haben noch zwölf Spiele, stehen auf Platz 13, also einem Relegationsplatz. Alles andere wird dieser Aufgabe untergeordnet.

Warum haben Sie sich für den TSV Neudrossenfeld entschieden ?
Es ist eine Ehre für mich, hier arbeiten zu dürfen. Auch ist es von meiner Wohnung zum Sportgelände nur ein Katzensprung. Der Verein ist eine gute Adresse, mit dem innovativen Gerald Weinrich an der Spitze. Die äußeren Rahmenbedingungen könnten nicht besser sein.

Kennen Sie die Bezirksliga gut?
Durch meine Zeit bei der Saas habe ich einen ersten Einblick gewonnen, den ich bestimmt nutzen kann. Auch lerne ich gern Neues dazu, bin flexibel.

Was erwarten Sie von ihren Spielern ?
Kurz gesagt: Sie müssen alles für den Klassenerhalt geben. Dazu gehören voller Einsatz,Trainingsfleiß und Teamgeist. Zuckerbrot und Peitsche halten sich bei mir die Waage.

Planen Sie ein längeres Engagement beim TSV?
Ich bin dazu bereit und will was bewegen. Alles Weitere wird die Zukunft zeigen.

Das Gespräch führte unser Mitarbeiter Horst Wunner