Wir haben Harry Weiß zu seiner neuen Position ein paar Fragen gestellt:

Was ändert sich für Sie und die Sparkasse durch die neue Position und die Verkleinerung des Vorstands?

Harry Weiß: Grundsätzlich wird sich für die Sparkasse und für mich nicht viel verändern. Die Erweiterung des Vorstands auf drei Personen war von Beginn an befristet und sollte eine möglichst frühzeitige und geregelte Nachfolge unseres Vorstandsvorsitzenden Klaus-Jürgen Scherr ermöglichen. Wichtige strategische Entscheidungen werden - wie bisher auch - durch den Verwaltungsrat gemeinsam mit dem Vorstandsteam getroffen. Ich freue mich hier auf die weiterhin sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit meinem Vorstandskollegen Steffen Potstada. Natürlich bin ich auch weiterhin persönlich für unsere Kunden und Mitarbeiter/-innen da. An der strategischen Ausrichtung unserer Sparkasse wird festgehalten. Unsere Kunden stehen weiterhin im Mittelpunkt unseres Handelns, eine qualitativ hochwertige Kundenberatung ist unser oberstes Ziel.

Als Vorstandsvorsitzender bestimmen Sie den Kurs des Unternehmens. Was möchten Sie ebenso machen wie Ihr Vorgänger, was wollen Sie ändern?

Unser Verwaltungsrat hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Vorstand immer früh- und rechtzeitig die notwendigen strategischen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft unseres Kreditinstituts in allen Bereichen (zum Beispiel im Kunden- und Eigengeschäft) stellen können. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Sparkasse sind unser größtes Kapital. Ebenso ist mir eine weiterhin vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit mit unserem Personalrat sehr wichtig.

Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Wir pflegen ein gutes, angstfreies und ehrliches Miteinander - im Vorstand, mit dem Personalrat und den Mitarbeitern. Wir orientieren uns an unserer Strategie und versuchen, uns den Herausforderungen der Zukunft im Rahmen eines konstruktiven Miteinanders zu stellen. Seit jeher haben wir eine gute, offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit im Team - auch im zwischenmenschlichen Bereich. Das hat sich in der Vergangenheit bewährt und dies möchte ich auch in der Zukunft beibehalten.

Wirtschaft und Handwerk leiden aktuell unter der Corona-Krise. Was hat die Sparkasse getan und kann sie weiter tun, um sie zu unterstützen?

Wir verstehen uns als Partner der Wirtschaft in den Landkreisen Kulmbach und Kronach. Corona ist nicht die erste/einzige Herausforderung, der sich unsere Unternehmen in der Region stellen müssen. In dieser Zeit wollen wir unsere Kunden bestmöglich begleiten. Eine langjährige und kompetente Begleitung der Unternehmen - auch und gerade in schwierigen Zeiten - ist uns wichtig, zum Beispiel mit Liquiditätshilfen, Tilgungsaussetzungen, Überbrückungsdarlehen etc. Bislang können wir zusammenfassen, dass unsere heimische Wirtschaft weitestgehend robust durch die Krise gekommen ist.

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?

Ich selbst bin seit 39 im Sparkassengeschäft tätig. In dieser Zeit haben sich die Rahmenbedingungen fundamental verändert. Das Bankgeschäft von heute ist mit dem damaligen nicht mehr vergleichbar. Nach wie vor steht aber die vertrauensvolle und ehrliche Beziehung zu unseren Kunden im Mittelpunkt. Unsere Sparkasse ist gut aufgestellt, da wir uns auf die Veränderungen stets rechtzeitig eingestellt haben. Ich bin deswegen zuversichtlich, dass wir auch in fünf Jahren erfolgreich sein werden - vorausgesetzt wir behalten weiterhin die Bedürfnisse unserer Kunden konsequent im Blick. Eine gute und vertrauensvolle Kundenbeziehung, Zufriedenheit, Qualität und die bedarfsgerechte Begleitung der Kunden, all das ist auch in Zukunft wichtig.

Zur Person: Harry Weiß

Der 59-jährige gebürtige Kulmbacher Harry Weiß ist ein echtes "Sparkassengewächs".

Im Jahr 1981 begann er seine Ausbildung zum Bankkaufmann in der ehemaligen Sparkasse Kulmbach und lernte das Sparkassengeschäft in verschiedenen Bereichen von der Pike auf kennen. Nach seiner sechsjährigen Vorstandstätigkeit bei der Rhön-Rennsteig-Sparkasse wurde er im Jahr 2002 Vorstandsmitglied der Sparkasse Kulmbach und war in dieser Funktion als Marktvorstand für die Bereiche Privatkunden, Firmenkunden und Immobilien/Versicherungen verantwortlich. Mit Harry Weiß hat die Sparkasse einen vielfältig in der Region verwurzelten und engagierten Mann an der Spitze. Harry Weiß ist Vater von zwei erwachsenen Söhnen und wohnt mit seiner Frau Sabine in Kulmbach. Der passionierte Läufer ist auch für seine Sammelleidenschaft von alten Motorrädern bekannt.

Zur Person: Steffen Potstada

Der gebürtige Marktredwitzer Steffen Potstada studierte Jura an der Universität Regensburg und arbeitete in der Folgezeit für Wirtschaftskanzleien in München. Er begann 2007 seine Tätigkeit bei der Sparkasse Kulmbach-Kronach im Bereich Kreditconsult. Er verantwortete in der Folgezeit den Bereich Recht und arbeitete für die Sparkasse als Unternehmensbereichsleiter und Pressesprecher. Nach seinem MBA-Studium übernahm er seit 2016 zusätzlich Verantwortung als stellvertretendes Vorstandsmitglied. Seit 1. Mai 2017 verstärkt der 47-jährige "Teamplayer" als Vorstandsmitglied die Führungsriege der Sparkasse Kulmbach-Kronach. Als beruflicher Quereinsteiger bringt Steffen Potstada einen erfrischend "anderen" Blick auf die Sparkassenlandschaft mit. Im Jahr 2018 zog er gemeinsam mit seiner Frau Kathrin und Sohn Andreas nach Kulmbach, wo auch zwischenzeitlich Tochter Marie zur Welt kam. In seiner Freizeit nimmt sich Steffen Potstada gerne Zeit, um mit seiner Familie die sehenswerte Natur in und um Kulmbach zu erkunden.