15 Persönlichkeiten, die sich mit großem Einsatz um die Stadt Kulmbach verdient gemacht haben, verlieh Oberbürgermeister Henry Schramm im Rahmen einer Festsitzung im Festsaal der Plassenburg die Silberne Bürgermedaille beziehungsweise die Stadtmedaille. Unter ihnen mit Heidesuse Wagner und Ljubka Biagioni zu Guttenberg auch zwei Frauen.
Der Oberbürgermeister machte deutlich, dass sich die zu Ehrenden auf ganz unterschiedliche Weise um die Stadt Kulmbach verdient gemacht haben: "Indem sie sich politisch für ihre Heimat engagieren. Indem sie mit ihrem Unternehmen den Menschen unserer Region einen sicheren Arbeitsplatz und damit eine Existenzgrundlage schaffen. Indem sie sich mit voller Leidenschaft, Herzblut und Überzeugung in ihren Heimatverein, in eine soziale Institution, in einen wohltätigen Verband oder in eine gesellschaftliche Organisation einbringen. Oder indem sie im musisch-kulturellen Bereich Licht und Freude in den manchmal dunklen Alltag bringen."
Mit dem Hinweis auf ein afrikanisches Sprichwort "Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern" stellte Schramm fest, dass jeder Einzelne der zu Ehrenden mit seinen Taten nicht nur für die Stadt, sondern für die gesamte Gesellschaft von unschätzbarem Wert ist.


Verleihung Stadtmedaille

Norbert Groß: Er ist Kulmbachs lebende THW-Legende. In seinen über 36 Jahren Dienstzeit, davon über 21 Jahre als Ortsbeauftragter, entwickelte er den Ortsverband stetig nach vorne. OB Henry Schramm: "Angefangen bei der Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit über die Einführung des "Helfer vom Dienstes" bis hin zur Jugendarbeit, die für ihn stets eine Herzensangelegenheit war. Norbert Groß hat das THW Kulmbach geprägt wie kaum ein anderer vor ihm und ist damit zweifelsohne ein Musterbeispiel für das gelebte Ehrenamt.

Roland Jonak: Ob als Musiker, Schauspieler oder Komödiant - seit mehr als 45 Jahren ist Roland Jonak "die gute Laune in Person mit einem großen Herz aus Gold." Ein Kulmbacher, der dort hilft, wo er gebraucht wird - auch über die Stadtgrenzen hinweg: Lüneburg und Saalfeld sind Beispiele. OB Schramm: "Ein absoluter Sympathieträger, der den Menschen mit seiner positiven Art Lebensfreude schenkt - sei es als Kabarettist im Fasching, leidenschaftlicher Vollblut-Schlagzeuger oder engagierter Vereinsvorsitzender unserer Stadtkapelle."

Gerhard Renk: Er war über ein Jahrzehnt nicht nur das Gesicht der Kulmbacher Polizeiinspektion, sondern das personifizierte Sicherheitsgefühl. OB Henry Schramm: "Mit Gerhard Renk als verlässlichem, kollegialem und vertrauensvollem Partner an der Seite konnte die Stadt Kulmbach so manche Herausforderungen und Ereignisse meistern. Ruhig und bedacht, mit viel Weitblick und Übersicht - Gerhard Renk hat stets den Menschen in den Mittelpunkt seines beruflichen Handelns gestellt. Mit seiner geradlinigen, aber gleichzeitig auch feinfühligen Art genoss er stets höchstes Vertrauen."

Reinhard Silz: Er vertritt seit mittlerweile 24 Jahren als Ortssprecher die Ortsteile Lösau, Einsiedel, Esbach, Holzmühle und Wehrhaus mit großem persönlichen Einsatz und enormer Tatkraft. Im Jahr 2011 war er maßgeblich an den Feierlichkeiten anlässlich des 650-jährigen Jubiläums von Lösau sowie des 100-jährigen Bestehens der Wassergemeinschaft Lösau beteiligt, deren Geschicke er über viele Jahre hinweg als 1. Vorsitzender überaus erfolgreich leitete. Reinhard Silz setzt sich für die Menschen in "seinen" Ortsteilen ein und ist dabei stets geschätzter Ansprechpartner und Vermittler für den Stadtrat.

Gerhard Spindler: OB Henry Schramm: "Was wäre unsere Wasserwacht ohne "Tausendsassa" Gerhard Spindler? Einfach unvorstellbar." Seit 1965 ist er in der Kulmbacher Ortsgruppe aktiv und schnell wurde er zur tragenden Säule der Rettungsschwimmer. Viele hunderte Kulmbacher haben bei ihm das Schwimmen gelernt und so mancher von ihnen wurde dank Gerhard Spindlers Engagement auch zum aktiven Wasserwachtler. OB Schramm: "Er hat seinen Anteil daran, dass Menschen unserer Stadt und unserer Region unsere Freizeitanlagen nutzen können."

Richard Ströbel: Für sein Kirchleus geht er sprichwörtlich durchs Feuer: Der langjährige Kirchleuser Ortssprecher Richard Ströbel engagiert sich nicht nur politisch im hohen Maße, sondern hilft unter anderem als Kommandant der Kirchleuser Feuerwehr seinen Mitmenschen in Notsituationen - und das seit über zwei Jahrzehnten. Aber auch im Kirchenvorstand, im Dekanatsausschuss sowie in vielen weiteren Vereinen ist Richard Ströbel tatkräftig aktiv - die Kirchleuser können sich immer auf seine persönliche Unterstützung verlassen.

Ludwig Thurn: Er ist "Dornichs" Mann der Vereine - immer unermüdlich im Einsatz für die Gesellschaft unterwegs. OB Henry Schramm: "Ruhestand gibt es für ihn nicht und so ist er auch nach seiner 18-jährigen Tätigkeit als Ortssprecher der Ortsteile Ober- und Unterdornlach nach wie vor Vorsitzender des Gartenbauvereins, Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr, die er Jahrzehnte aktiv unterstützte sowie Mitglied der Soldatenkameradschaft und in Sportvereinen. Ludwig Thurn packt an dort, wo immer er gebraucht wird."

Heidesuse Wagner: Sport ist ihr Leben, der ATS ihre Leidenschaft - Heidesuse Wagner ist seit vielen Jahren die Gallionsfigur von Kulmbachs größtem Sportverein. OB Henry Schramm: "Eine echte Powerfrau, die antreibt und vorausgeht und die als Vorstandsvorsitzende mit viel Weitsicht und hohem persönlichen Engagement das Flaggschiff "ATS Kulmbach" auf Kurs hält, auch wenn die See mal etwas rauer wird." OB Henry Schramm hob auch ihr diplomatisches und organisatorisches Geschick hervor.


Verleihung Silberne Bürgermedaille


Ljubka Biagoni zu Guttenberg: Mit ihr triff italienisches Temperament auf fränkische Gemütlichkeit - und es passt hervorragend. OB Schramm: "Die renommierte Dirigentin von internationalem Ruf, Ljubka Biagoni zu Guttenberg, ist eine musikalische Ausnahmeerscheinung. Trotz ihrer weltweiten Erfolgen hat sie unser Kulmbach und seine Region besonders ins Herz geschlossen - und wir Kulmbacher sie. Mit ihren Weihnachtskonzerten oder ihrer Klassik auf der Burg verzückt sie uns und viele Gäste von weither und schenkt uns mit ihrer leidenschaftlichen Musikbegeisterung einzigartige klangvolle Momente, die uns dem Alltag entfliehen lassen." An dem großen Erfolg der Plassenburg Open-Airs hat sie einen maßgeblichen Anteil.

Ingo Hahn: Mit seinen großen Oratorien sowie Kooperationen mit namhaften Kirchenmusikern und Chören füllt er regelmäßig die wunderschöne Petrikirche mit Klängen voller Kraft und Wärme: "Ingo Hahn verzaubert seine Zuhörer seit Jahrzehnten mit Kirchenmusik von höchstem Niveau. Der studierte Kirchenmusiker und Musikpädagoge ist seit 1983 als Stadt- und Dekanatskantor in Kulmbach tätig und unverzichtbarer Bestandteil der "Kulmbacher Kantorei". Mit seinen vielfältigsten und über erfolgreichen Chorprojekten lädt er regelmäßig zum Mitsingen ein und ermöglicht damit den Menschen Zugang zur wundervollen Welt der Kirchenmusik. Er ist mehrfacher Kulturpreisträger, unter anderem erhielt er den Bücher-Dieckmeyer-Preis für die Pflege der Kirchenmusik.

Alexander Hofmann: Die Firma Hofmann Metalltechnik gehört zu den innovativsten Unternehmen ihrer Branche - ein Verdienst von Alexander Hofmann. OB Henry Schramm: "Sein unternehmerisches Handeln ist von großer sozialer Kompetenz geprägt: so gibt und gab er auch immer wieder schwer vermittelbaren Arbeitskräften eine Beschäftigungschance. Sein Engagement für unsere Stadt geht weit über das rein wirtschaftliche hinaus: So unterstützte er uns bei der Sanierung des Rehbergturms mit einem aufwendigen Edelstahlkompass. Und dass wir uns das Kulmbacher Kommunbräu-Monatsbier schmecken lassen können, auch das haben wir Alexander Hofmann mit zu verdanken."

Sigmund Huhn: OB Henry Schramm bezeichnete ihn als Kulmbachs städtepartnerschaftlicher Außenminister: "Seit 2003 ist er Mitglied der WGK-Fraktion und bringt sich in dieser Funktion unermüdlich und mit großem persönlichen Einsatz in die verschiedensten Ausschüsse ein - dabei vertritt er immer wieder klar seinen Standpunkt. Siegmund Huhn steht aber auch für gelebte Partnerschaft und Freundschaft. Er unterhält sehr gute Beziehungen zu unseren Partnerstädten und sorgt damit für ein freundliches Gesicht Kulmbachs in der Welt." Der Oberbürgermeister würdigte auch sein enormes Engagement in der Nepalhilfe.

Hans-Jürgen Päsler: Ein Paradebeispiel eines Unternehmers, der schon viel unternommen, das auch zum Erfolg geführt hat. Seit vier Jahrzehnten ist er in der Kulmbacher Wirtschaft als Entwickler für kundenorientierte und praxisbewährte Software im Mittelstand sowie als Geschäftsführer der Schrutka-Peukert GmbH tätig. Mehrere international tätige Unternehmen, die ihren Sitz in unserer Stadt haben und damit einen Gewinn für den Kulmbacher Arbeitsmarkt darstellen, zählen zu seinen beruflichen Erfolgen. Als Gründervater und langjähriger Vorstand etablierte er die Kommunbräu in Kulmbachs Brauerei- und Gastronomieleben. OB Henry Schramm: "Man kann sagen: Hans-Jürgen Päsler packt ein Projekt an."

Oskar Schmidt:
"Mensch sein, heißt helfen" - nach diesem Motto lebt Oskar Schmidt. OB Schramm: "Als Herz und Hirn, Gesicht und Kopf, aber vor allem auch als "Bauminister" entwickelte er mit herausragenden Initiativen die Arbeiterwohlfahrt zum mittlerweile zweitgrößten Arbeitgeber im Bereich Soziales im Landkreis Kulmbach. Gut dreißig Jahre als Kreisgeschäftsführer, ein Jahrzehnt als Kreisvorsitzender sowie jetzt als AWO-Ehrenvorsitzender gestaltet er die Entwicklung noch immer aktiv mit." Der Mensch im Mittelpunkt des Handelns - das war und ist für Oskar Schmidt selbstverständlich, soziale Unterschiede kennt er nicht. Ein verlässlicher Teamplayer liegt es ihm besonders am Herzen, das Engagement auf ehrenamtlicher Basis zu fördern.

Lothar Zeitler: Als Hidden Champion agiert die Noris Color GmbH von manchen gar nicht so bemerkt in der Öffentlichkeit am Kulmbacher Wirtschaftsstandort. International ist die Firma als Hersteller von Stempelfarben mit Export in 130 Länder ein absolutes Schwergewicht. Lothar Zeitler hat in den drei Jahrzehnten seiner Geschäftsführertätigkeit das Familienunternehmen deutlich entwickelt. OB Henry Schramm: "Dies tat er mit Ideenreichtum, enormer Branchenkenntnis sowie Fachwissen. Hinzu kamen auch der Mut, neue Wege einzuschlagen und damit Risiken einzugehen sowie Hartnäckigkeit und der unbedingte Wille, etwas verändern zu wollen." Sein Unternehmergeist und sein großartiges Engagement haben dazu beigetragen, die Wirtschaftskraft Kulmbachs zu stärken und die Stadt international bekannt zu machen.