Schon mein Fahrlehrer sagte mir damals (wie das klingt... Aber ja, auch ich habe meinen Führerschein bereits seit 16 Jahren - Mist, ich werde alt...), dass auf der Straße Krieg herrscht und ich immer mit der Torheit der anderen rechnen muss.

Und wahrlich: Er hatte Recht! Jedes, aber auch wirklich jedes Mal bekomme ich den Eindruck, dass die Menschen in ihren Autos immer rücksichtloser, egoistischer und fahrlässiger werden. Da wird man gefährlich geschnitten, es wird waghalsig überholt, gedrängelt und gerast, als ob es kein Morgen gäbe. Zugegeben, auch ich fahre gerne mal schnell. Aber nur dann, wenn es die Straßen- und Sichtverhältnisse hergeben und ich nicht die Verantwortung für weitere Personen trage, die sich in mein Auto gesetzt haben.

Berichten wir nicht oft genug von Verkehrsunfällen, die schlimmstenfalls sogar mit dem Leben bezahlt wurden? Erst gestern zeigte unsere Titelseite ein Bild von der Massenkarambolage auf der A9.

Und dennoch gibt es viel zu viele Zwei- und Vierradfahrer, die die Tachonadel immer wieder aufs Neue auf Anschlag bringen wollen und bei dieser Western-Szenerie vergessen, dass sie nicht allein auf der Straße sind.

Ich kann ja verstehen, dass es Spaß macht, die Pferdestärken seines Gefährts auszureizen. Jedoch muss es nicht sein, das Leben anderer Menschen dadurch zu gefährden.

Daher an dieser Stelle mal ein Lob an alle, die rücksichtsvoll im Straßenverkehr unterwegs sind und mit Sinn und Verstand hinterm Steuer sitzen!