Jetzt machte er den Schritt über das soziale Internet-Netzwerk Facebook öffentlich.

Ein Bericht über den Austritt des Bamberger Domkapitulars Peter Wünsche war für Richard von Schkopp der Anlass, seinen Schritt ebenfalls bekannt zu machen. Über die vielen Reaktionen auf seine Entscheidung - nicht nur im Internet - zeigte er sich überrascht.

Dennoch bereut er den Austritt nicht. "Ich fühle mich jetzt wohler." Er habe einfach einen Schlussstrich unter seine politische Phase gezogen. "Ich trete auch nicht in eine neue Partei ein", betont er.

Als Ursache für seine Entscheidung nennt er die gesamtpolitische Ausrichtung der CSU inklusive der Asylpolitik. Er sei hier mehr auf Linie von Bundeskanzlerin Merkel und befürworte eine europäische Lösung. Den lokalen CSU-Akteuren vor Ort stellt er ein gutes Zeugnis aus: "Was hier kommunalpolitisch vor Ort läuft, das ist in Ordnung."

Richard von Schkopp war 1970 im Alter von 18 Jahren in Wuppertal in die CDU eingetreten und 1990 - nach seinem Umzug nach Kulmbach - zur CSU gewechselt. Der 66-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass er sich stets der CDU näher gefühlt und sich dort Mitte/links orientiert habe. "Ich bin und bleibe konservativ."

Künftig will sich von Schkopp nur noch sozial engagieren - in der Hospiz- und Trauerarbeit, in der Diakonie, bei der Tafel und den Aktiv-Senioren. "Das ist jetzt mein Bereich."

Auch Richard von Schkopps Ehefrau Margret war in der CSU engagiert und saß sogar für die Christsozialen im Stadtrat. Im Jahr 2008 erlag sie einer schweren Krankheit.