Wer hat am frühen Morgen des 2. Juni in der Wilhelm-Meußdoerffer-Straße in Kulmbach ein Auto des BRK-Patientenfahrdienstes angezündet? Auf diese Frage hat die Polizei auch gut zwei Wochen nach dem Vorfall noch keine Antwort. Fest steht nur: Ein Brandstifter war am Werk.

Wie ein Sprecher der Polizei-Pressestelle in Bayreuth auf Anfrage unserer Zeitung sagte, "gibt es nichts Neues".

Jedenfalls nichts, was für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Ob es eine heiße Spur gibt? Einen konkreten Verdacht? Da hält sich der Polizeisprecher bedeckt. Und so gibt es auch keine Antwort auf die Frage, ob ein Zusammenhang besteht zwischen dem Brandanschlag vom 2. Juni und dem Brand eines Einsatzfahrzeuges der Kulmbacher Wasserwacht im November 2016. Auch damals war das Feuer vorsätzlich gelegt worden.


35-Jähriger im Visier der Behörden

Die Ermittler hatten seinerzeit einen 35-Jährigen im Visier. Der war bereits in der Vergangenheit als Brandstifter aufgefallen und wurde später vom Gericht auch verurteilt, weil er in der Johann-Eck-Straße ein Auto angezündet hatte.
Die Brandstiftung am Wasserwacht-Auto allerdings war ihm, auch wenn das Gericht einige Verdachtsmomente sah, nicht nachzuweisen, so dass der Mann in dieser Sache letztlich freigesprochen worden war. Wie berichtet, hatte eine Frau am frühen Morgen des 2. Juni das Feuer auf dem Fahrzeugstellplatz des Roten Kreuzes in der Wilhelm-Meußdoerffer-Straße in Kulmbach bemerkt und einen Notruf abgesetzt. Die Besatzung eines Streifenfahrzeugs der Polizei hatten die Flammen noch vor Eintreffen der Feuerwehr löschen können.
Das Feuer, das am rechten Hinterrad des Ford Transit gelegt worden war, richtete dennoch ganz beträchtlichen Schaden an. Nach Auskunft von Rot-Kreuz-Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold war wegen des total verkohlten Innenraums, von einem Totalschaden in Höhe von rund 27 000 Euro auszugehen.