Männerherzen und all diejenigen Autobegeisterten, die Benzin im Blut haben, schlagen höher, wenn sie die riesigen Monstertrucks in Action sehen. Und dementsprechend positiv waren auch die Zuschauer eingestellt, trotz Eintrittspreisen von 18 Euro pro Erwachsenen und 13 Euro für Kinder über drei Jahren. "Die Monstertrucks können überall drüberfahren. Sie machen alles kaputt", sagte Theo Sonntag (8). Und auch sein Bruder Frederick (7) wollte unbedingt die riesigen Fahrzeuge sehen.

Drei Monstertrucks hatten die Gebrüder Frank bei ihrer Tour dabei. "Leider ist der gelbe Kong-Monstertruck manipuliert worden. Da war jemand dran, der sich auskannte", erklärte Francesco Frank vom Eventteam und erläuterte die Details: Kabel wurden vom Showtruck abgezogen, Zündkerzen fehlten. "Der Monstertruck muss auf dem Tieflader bleiben, aber die Zuschauer kommen trotzdem auf ihre Kosten", versprach der Chef der Show-Familie.

Der Ölschlauch zerknallt

Immerhin gab es noch zwei Monstertrucks im Fuhrpark der Franks: Der kleine mit dem Monster-Aufdruck bringt "nur" 3,5 Tonnen auf die Waage. Dieses Gewicht sollte, nach einem Anschubser mit dem Teleskoplader, von 450 PS bewegt werden - von einem Schiffsmotor. Doch nach nur zwei Metern war Schluss. Der Ölschlauch zerknallte - Bindemittel wurde verstreut.

Blieb also nur Monstertruck Nummer drei mit der auffälligen Red-Bull-Lackierung. Sieben Tonnen ist der Koloss schwer. 1400 PS bewegen den Koloss. Der Monstertruck wurde ebenfalls angeschubst, quälte sich dann über Schrottautos und machte sie platt. Immer wieder fuhr der Truck über die Pkws bis sie völlig zerknautscht waren. Der Monstertruck war der Höhepunkt der Show.

Doch auch sonst gab es den Benzin-Kick pur. Francesco Frank Jr. (23), der die Stuntschule in Toulouse besucht hat und schon für "Alarm für Cobra 11" Stunteinsätze gefahren hat, ließ die Herzen kleiner und großer Autofans höherschlagen. Er brachte Reifen zum Qualmen. Die Stuntmen fuhren in ihren BMWs auf zwei Rädern. Wieder kam es zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall: Denn nach knapp einer Viertelstunde explodierte ein Reifen und zerbarst in viele Einzelteile. Nervenkitzel erlebten auch einige Zuschauer, die bei der Auto-Balance selbst mitfahren durften. "Man merkte gar nicht, wie das Auto in Schräglage ging, weil es anfangs auf eine Rampe fuhr. Dann plötzlich war man in der Luft - alle kreischten", erzählt eine Mitfahrerin.

Durch eine brennende Wand

Faszination erlebten die zahlreichen Zuschauer auch, als ein Stuntman aufs Dach des Autos kletterte. Nur mit bloßen Händen hielt er sich fest - trotz Schleuderübungen, trotz abrupter Bremsmanöver. Und als absoluter Höhepunkt fuhr das Auto durch eine brennende Wand. Dass die Monstertrucks nur für eine Nummer zum Einsatz kamen, tat der Stimmung keinen Abbruch. "Das ist gar nicht langweilig. Das ist richtig gut", urteilte der sechsjährige Ruslan Gerasimenko. Besonders gefielen dem Kleinen die Überschläge der Autos. Ruslan spielt auch im Kinderzimmer gerne mit Monstertrucks, weil sie so stark sind, erklärte er und fand die Show einfach nur toll.