Der neue Norma-Lebensmittelmarkt im Baugebiet "Tischeräcker" nimmt Gestalt an. Die Außenmauern des Fachmarktzentrums mit einer Verkaufsfläche von rund 1200 Qudratmetern wurden von den Bauleuten weitestgehend hochgezogen, so dass in wenigen Wochen die bereits vorgefertigten Nagelbinder aufgesetzt werden können. Expansionsleiter Marc Saalfrank von der Norma Lebensmittelhandels Stiftung & Co. KG in Röttenbach rechnet damit, dass die Eröffnung noch im Spätherbst 2020 erfolgen kann.

Parallel zum Neubau des Lebensmittelmarktes erfolgt der Neubau eines Sparkassenzentrums, das nach den derzeitigen Planungen Ende November dieses Jahres in Bezug genommen werden soll. Das Einzelhandels- und Dienstleistungsprojekt entsteht neben der Bundesstraße 303, wobei die Norma auch als Bauträger für den Neubau einer Sparkassenfiliale auftritt. In beide Bauvorhaben, die vom Generalunternehmer Michael Buckel GmbH aus Arberg bei Bechhofen/Gunzenhausen abgewickelt werden, investiert die Norma-Stiftung rund vier Millionen Euro.

"Standort viel zu wertvoll"

Die Bemühungen der Marktgemeinde Wirsberg, einen Nachfolger für den Rewe-Markt zu finden, gehen weit zurück. Sogar die Schaffung eines Dorfladens war eine Variante, die intensiv geprüft, dann aber doch wieder fallen gelassen wurde. Schließlich aber war das jahrelange Ringen um die Lebensmittelversorgung im Ort von Erfolg gekrönt. In einer Sitzung des Marktgemeinderates im vergangenen Jahr hatte der damalige Bürgermeister Hermann Anselstetter mitgeteilt, dass immer wieder Interessenten vorsprächen, die das alte Rewe-Gebäude als Lager nutzen wollten. Anselstetter damals: "Wir waren überzeugt, dass dieser Standort viel zu wertvoll ist, um als Abstelldepot genutzt zu werden."

Und zum Bauauftakt am 30. Januar 2020 stellte Anselstetter erfreut fest: "Seit 2012 ringen wir um die Ansiedlung eines neuen Lebensmittelmarktes. 2015 zeigte Norma erstmals Interesse. Die Beurteilung des Standortes an der Kreuzung des Autobahnzubringers B 303 mit der Staatsstraße nach Neuenmarkt und den Kreisstraßen Richtung Marktschorgast und Stammbach brachte hervorragende Ansiedlungsargumente. Auf dem idealen Standort mit kurzen Wegen und reichlich Parkplätzen wird Norma sozusagen wie auf dem Tablett präsentiert."

Wie Norma-Vertreter Saalfrank auf Anfragte mitteilte, soll die Eröffnung des neuen Fachmarktzentrums voraussichtlich im Spätherbst erfolgen, und zwar mit den Partnern der Metzgerei Witt aus Windischeschenbach im gleichen Stil wie in der Norma-Filiale in Weidenberg.

Ob die Eröffnung in Wirsberg zeitgleich mit der Schließung des Norma-Markts im benachbarten Neuenmarkt erfolgt, steht nach den Worten von Saalfrank allerdings noch nicht fest. Jedenfalls werde das neue Sparkassengebäude aber mit dem Lebensmittelmarkt eröffnet werden.

Zwei Standorte vereint

Die Räumlichkeiten der neuen Sparkassen-Filiale haben eine Nutzfläche von rund 220 Quadratmetern. Wie Sparkassen-Vorstand Harry Weiß erklärt, seien die bisherigen Räumlichkeiten der Sparkasse in Wirsberg und Neuenmarkt baulich nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Der Neubau in Wirsberg direkt an der Bundesstraße solle beide Standorte vereinen und den Kunden aus Wirsberg und Neuenmarkt eine Beratung in neuen und modernen Räumlichkeiten bieten. Weiß: "Die bekannten Mitarbeiter der beiden Filialen bleiben natürlich erhalten und werden zukünftig am neuen Standort gemeinsam tätig sein. Insgesamt werden neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort arbeiten."

Zu den Vorteilen des neuen Standorts zählt der Sparkassen-Vorstand die moderne technische Ausstattung, Parkmöglichkeiten direkt vor der Tür, einen barrierefreien Zugang, Beratungszeiten täglich von 8 bis 20 Uhr nach Vereinbarung.