Die neuen Rohre haben den beachtlichen Durchmesser von 70 Zentimetern. Das sind dicke Dinger, die im kleinen Schwarzach verbaut werden. In dem Mainleuser Ortsteil wird der Kanal erneuert - eine aufwendige Baustelle, die sich über mehrere Monate zieht.

Aufwendig deshalb, weil der Kanal am Fuße der Böschung verläuft - und direkt darüber die Kreisstraße. Und wegen der Bebauung, die sich teilweise sehr nahe an den Rohren befindet. Dazu kommen noch die vielen Versorgungsleitungen. Die Wasserleitung musste sogar verlegt werden. Die Ortsdurchfahrt ist auf dem Abschnitt für die Arbeiten halbseitig gesperrt, eine Ampel regelt den Verkehr.

"Wir haben bei der Befahrung der Rohre zur Erstellung des Kanalkatasters gesehen, dass sich die Leitungen in einem schlechten Zustand befinden, sich schon Netzrisse gebildet haben", erklärt Frank Wiesel, der Leiter der Bautechnikabteilung im Markt Mainleus. Dazu kam, dass Fremdwasser in die Rohre gelangte. Grund genug für eine grundlegende Erneuerung.

Das beste Material verwendet

Beim Rohr-Material setzt die Gemeinde auf Qualität und Dauerhaftigkeit. "Wir verwenden glasfaserverstärkten Kunststoff. Das ist das Beste, was man kriegen kann", so Wiesel. Damit in dem schwierigen Abschnitt auf lange Sicht Ruhe ist.

Damit Ruhe ist, ist auch der große Durchmesser nötig. "Praktisch ganz Schwarzach wird über diese Mischwasserleitung entwässert - inklusive der Straßengräben. Das ist schon eine große Fläche", betont Wiesel. Bisher sei die Dimensionierung zu klein gewesen. Das Bau-Ende ist für August angepeilt, aufgrund der schwierigen Verhältnisse ist ein genauer Termin aber nur schwer zu prognostizieren.

Ein Teil der 185 Meter langen Leitungsverlegung (von der Einmündung Am Kohlet bis zur Einmündung Alte Straße) ist schon wieder asphaltiert. Die Ampelregelung bleibt aufgrund des Baustellenverkehrs während der ganzen Zeit bestehen. Direkt gegenüber der Baustelle befindet sich Omnibus Schuster.

"Ein bisschen rangieren müssen wir, aber wir kommen raus und rein", erklärt Stefan Schuster und lobt die Arbeiter der Baufirma. "Die machen alles, damit wir fahren können."

Gleich doppelt betroffen ist Reinhold Eichhorn, der entlang der Baustelle nicht nur wohnt, sondern auch noch zwei Scheunen hat.

"Die Arbeiter bemühen sich, dass es vorwärts geht und die Leute so wenig wie möglich behindert werden", lobt auch er. Und er hat Glück: "Wir haben noch eine andere Zufahrt."