Gemeinsam mit den Handwerkern und den am Bau Beteiligten feierten die Vertreter der Marktgemeinde Marktleugast und die Steinbacher das Richtfest für den Neubau des Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrgerätehauses.

Anfang Mai dieses Jahres wurde mit den Erd- und Baumeisterarbeiten begonnen, die Einweihung ist für Dezember vorgesehen. Den Richtspruch hielt Zimmerermeister Josef Meisel von der gleichnamigen Zimmerei aus Trebgast.

"In einer Riesengeschwindigkeit"

Bürgermeister Franz Uome (CSU) lud - wie es bei einem fränkischen Richtfest üblich ist - zum Richtschmaus ein. Uome dankte Architekt Harald Schramm aus Kulmbach und dem Geschäftsführer der bauausführenden Firma Otto Mühlherr Baugesellschaft GmbH aus Küps, Peter Heinz. Er lobte auch die Arbeit der Zimmerei Meisel, die "in einer Riesengeschwindigkeit" den Dachstuhl fertigstellte.

Geistlichen Beistand gab es für das Richtfest durch Pater Adrian, der obendrein auch aktiven Feuerwehrdienst in der Feuerwehr Steinbach tut. Der Bau des Dorfgemeinschaftshauses mit einer Fahrzeughalle der Feuerwehr war nach den Worten von Bürgermeister Uome schon lange im Gespräch: "Wir haben uns in den letzten fünf Jahren immer wieder die Köpfe zerbrochen und diskutiert. Der heutige Tag beweist, dass wir letztlich Nägel mit Köpfen gemacht haben."

Nicht ganz so groß wie gewünscht

Er sei sehr froh, dass die Feuerwehr jetzt ihren Stellplatz mit der Garage bekommt. "Das ist es uns wert."

Auch das Dorfgemeinschaftshaus war immer wieder ein Wunsch der Steinbacher: "Wir haben es jetzt vollzogen, auch wenn es nicht ganz so groß geworden ist, wie der Anspruch war. Aber ich glaube, man muss auch mit dem zufrieden sein, was man hat. Wir haben das umgesetzt, was finanziell möglich ist."

Die Gesamtmaßnahme wird am Ende rund 850 000 Euro kosten. Die Marktgemeinde Marktleugast erhält von der Regierung von Oberfranken eine Förderung für den Stellplatz der Feuerwehr, und das Amt für Ländliche Entwicklung fördert das Dorfgemeinschaftshaus.

Bürgermeister Franz Uome sprach Landtagsabgeordnetem Martin Schöffel ein dickes Dankeschön aus, der sich für eine 90- prozentige Förderung der förderfähigen Kosten eingesetzt hat.

Finanzierungsproblem ist gelöst

Zur Finanzierung hob Uome hervor: "Wir haben die Finanzierung jetzt unter Dach und Fach und wir freuen uns, dass es so ausgegangen ist, wie es sich jetzt darstellt."

Zimmerermeister Josef Meisel hielt dann in wohlgereimten Versen den Richtspruch: "Dies Werk macht seinem Planer Ehr', doch der Gemeinde noch viel mehr. An diesem Ort die Feuerwehr zieht bald ein, sie freut sich sehr. Mit Spritze, Rohr, Schlauch und Gefährt, und was ihr sonst noch gehört. ... Und ist der Einsatz dann vorüber, geht man ins Gemeindehaus hinüber. Hier lässt es sich gut feiern und verweilen, in geselliger Kameradenrunde braucht niemand von Dannen eilen. Jetzt wissen alle ganz genau, wie wichtig ist der neue Bau."