Allerdings hatte der junge Mann alkoholbedingt keinerlei Erinnerung mehr an die Taten. Das bedeutet für das Gericht, dass die betroffenen Polizisten als Zeugen gehört werden müssen. Wegen der Münchner Sicherheitskonferenz wurden die Beamten allerdings kurzfristig in die Landeshauptstadt berufen und mussten ihre Zeugenaussage absagen. Die Verhandlung soll nun Anfang März fortgesetzt werden.


Lautstarke Beleidigungen


Es war am zweiten Bierfestwochenende kurz nach 23 Uhr, als der 26-Jährige in der Lichtenfelser Straße auf die vier Beamten, drei Männer und eine Frau, traf. Nicht nur, dass er sie lautstark als "Hurensöhne" und "Wichser" bezeichnete, er soll ihnen auch den Stinkefinger gezeigt haben. Für die Staatsanwaltschaft ist das ein klarer Fall von Beleidigung in mehreren Fällen.

Verteidiger Ralph Pittroff erklärte für seinen Mandanten dass der keine vollumfängliche Erinnerung mehr habe. Grund dafür sei der reichliche Alkoholgenuss im Vorfeld. Fest stehe, dass sein Mandant zum fraglichen Zeitpunkt auf der Bierwoche war. Er könne die Beleidigungen deshalb auch nicht ausschließen.

Was er denn alles getrunken habe, wollte Richterin Sieglinde Tettmann vom Angeklagten wissen. "Keine Ahnung", war die Antwort. Auch was an dem Abend so alles passiert sei, wisse er nicht mehr. In einer Berufsverhandlung wegen einer Sachbeschädigung wurde der Angeklagte nur wenige Stunden vor der Verhandlung vor dem Landgericht in Bayreuth zu einer Geldstrafe in Höhe von 480 Euro verurteilt.


Fortsetzung Anfang März


Eine weitere Anklage wegen einer anderen Sache liege dem Schöffengericht bereits vor. Daneben habe der Angeklagte auch einige Vorstrafen und stehe aktuell unter Bewährung, so dass es für den jungen Mann um einiges geht. Für Richterin Tettmann und Anklagevertreterin Eva Heßler stand damit fest, die Beamten werden dringend als Zeugen benötigt. Die Richterin vertagte deshalb die Verhandlung. Fortsetzung ist am 2. März um 12 Uhr.