Das MGF bleibt auch in der kommenden Woche vor den Herbstferien geschlossen. Der Unterricht muss deshalb weiter in digitaler Form durchgeführt werden, wie Schulleiter Horst Pfadenhauer die Eltern am Freitag informiert hat. Seinen Worten zufolge konnten in den Reihentestungen am MGF im Schülerkreis zusätzliche fünf positive Corona-Fälle ermittelt werden (Stand Donnerstag). Dadurch steige die Zahl der Kontaktpersonen 1. Kategorie in den betroffenen Klassen und Kursen und des in Quarantäne geschickten Lehrpersonals stark.

" Deshalb", so Pfadenhauer, "stehen für die Aufrechterhaltung eines auch nur partiellen Präsenzunterrichts ab Montag leider einfach zu wenig Lehrkräfte zur Verfügung. Ein ordentlicher Unterricht ist somit ausgeschlossen."

Darüber hinaus befinde sich die gesamte Schulleitung, einschließlich des Sekretariats, der Vertretungsplanung und sogar der Systembetreuung weiter in Quarantäne. Da sich außerdem mittlerweile zu viele Schülerinnen und Schüler ebenfalls in Quarantäne befänden, die von den Lehrkräften über das MGF-Portal betreut werden müssten, könn eeine gleichwertige Beschulung der verbleibenden Klassen parallel nicht erfolgen.

Der Schulleiter versichert, dass seit Dienstag, als das MGF erstmals geschlossen worden sei, die Organisationsabteilung versucht habe, einen "Notstundenplan" zumindest für die Unterstufe und für die nicht betroffenen Klassen und Kurse zu erstellen. Diese Absicht sei jedoch durch das stark zunehmende Infektionsgeschehen konterkariert worden, sodass sich einfach keine Planungssicherheit für die kommende Schulwoche ergeben habe.

Für die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe, deren Eltern in systemrelevanten Bereichen tätig seien, bestehe die Möglichkeit der Notbetreuung. Anmeldung könne aufgrund der Kürze der Zeit ausschließlich über E-Mail an die Sekretariatsadresse erfolgen. Allerdings könne dies wirklich ausschließlich eine rudimentäre Notbetreuung darstellen. Pfadenhauer appelliert an die Eltern, nur im ganz dringenden Ausnahmefall davon Gebrauch zu machen.

"Diese Entscheidung der Schulleitung findet in Rücksprache mit den verantwortlichen Stellen des Gesundheitsamtes Kulmbach statt. Mit dieser für uns alle jetzt doch sehr schmerzhaften, weitergehenden Maßnahme hoffen wir als Verantwortliche, die Infektionsketten nachhaltig zu unterbrechen. Somit sollte, wenn keine weiteren anderen Covid-Fälle in den Ferien entstehen, ein normaler Unterrichtsbetrieb am MGF mit allen Kräften wieder regulär ab Montag, 9. November, gewährleistet sein."

Vor dem Hintergrund der Ernsthaftigkeit des Infektionsgeschehens der letzten Tage sollten alle Kontakte - auch ohne Quarantänevorgaben - soweit wie möglich reduziert werden, appelliert Pfadenhauer an Schüler wie Eltern gleichermaßen.

Das Infektionsgeschehen an der Schule war durch eine Schülerin der neunten Klasse ausgelöst worden. Direktor Horst Pfadenhauer und ein weiterer Lehrer infizierten sich, rund 200 Schüler mussten in Quarantäne und wurden untersucht.