Der Stadel steht - jetzt geht es um das Innenleben: Während sich Christian Potthast von der Firma Soundart um die Licht- und Tontechnik für die Bühne kümmert, bindet Marina Hilpert von der Kulmbacher Brauerei einen der riesigen Hopfenkränze. Die sind künstlich, am fränkisch rot-weißen Stadelhimmel wirken sie nichtsdestotrotz beeindruckend.


Ein Urgestein

"Das wird gigantisch", sagt derweil ein Mann, der als Urgesteinen unter den Festwirten gilt: Günter Limmer von der Gaststätte "Hagleite" in der Blaich, der mit seinen Wirtskollegen die neuen Schankecken unter die Lupe nimmt. "Mit der Anlage müssen wir uns natürlich schon noch vertraut machen", erklärt der 79-Jährige, der vom neuen Zelt schwärmt.


1974 war er das erste Mal dabei

Limmer, der 2018 in der Kapuziner-Ecke ausschenkt, hat schon viele Veränderungen mitgemacht. Der Gastwirt war auch bei der Premiere des Vorgängerzelts 1974 dabei - als Festwirt in der Reichelbräu-Ecke. Das Bier gab es damals aus Steinkrügen, die mit der Hand gewaschen wurden. Heute sind die Krüge längst aus Glas, und es gibt natürlich Krug-Spülmaschinen.


Das ist neu

Wer wie Günther Limmer durch den neuen Stadel schreitet, der sieht vieles, was sich im Vergleich zu früheren Zeiten verändert hat. Auch im Vergleich zum Vorjahr, als die Bierwoche auf dem Brauereiareal letztmals im alten Zelt gefeiert wurde. Da sind die Schankanlagen aus Kupfer, die großen Fotomotive mit den Brauzutaten Gerste, Malz, Hopfen und Wasser, die die Innenwände prägen, oder auch der rot-weiße Stadelhimmel, die ins Auge stechen. Aber auch die großen Reservierungsbereiche in allen Ecken, die Bühne, die von der Stadelmitte an die Seite zur Klostergasse gewandert ist, und die dahinter liegende neue Verköstigungsmeile der Himmelkroner Frankenfarm.


"Heute ist alles steckerfertig"

Was kein Besucher sieht, die Bierwoche aber für alle Mitwirkenden um einiges leichter macht - das ist die Technik, die beim Zentralparkplatz-Umbau eigens für das Fest im Platz installiert worden ist. "Früher mussten wir 1000 Meter Kabel verlegen. Heute ist alles steckerfertig, die Vorrichtungen sind vorhanden", sagt Andreas Eßer, der Marketingleiter der Kulmbacher Brauerei.


Zugang in den Untergrund

Auch die Logistik wird um einiges erleichtert, sagt Eßer. In der sanierten Zentralparkplatz-Tiefgarage kann die Brauerei ihr Bier lagern, die Frankenfarm, die vom Zelt aus einen direkten Zugang in den Untergrund hat, beispielsweise Geschirr und Besteck abwaschen.

Günther Limmer ist sich sicher: Für die Brauerei, die Frankenfarm und die Festwirte wird die Bierwoche 2018 etwas ganz Besonderes sein. "Und natürlich für die Besucher", sagt der Festwirt, der dem Anstich in drei Wochen entgegenfiebert.