Zwei Jahre Großbaustelle rund um den EKU-Platz - das hat besonders an den Nerven der betroffenen Geschäftsleute und Anwohner gezerrt. Aber auch wenn hier bald das Bierfest gefeiert wird: Kulmbachs neue Mitte ist noch nicht komplett fertig. Denn in der Kostergasse bleibt einiges zu tun: Kanal, Wasserleitung, Straßenbelag.

Nach der Bierwoche sollte es losgehen - und bis Weihnachten dauern. Die Einschränkungen für den Verkehr wären beträchtlich gewesen. Zum Teil hätte eine halbseitige Sperrung genügt. Für zirka zwei Monate wäre man laut Tiefbauamtsleiter Ingo Wolfgramm jedoch um eine Vollsperrung der engen Klostergasse nicht herumgekommen.


"Gesunder Menschenverstand"

In der Stadtratssitzung am Donnerstag regte Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) eine Verschnaufpause an. "Die Leute hatten schon viele Einschränkungen", sagte er. Nun kämen erneut Behinderungen auf die Geschäftsleute und Nachbarn zu. Da die Straße gesperrt werden muss, sei vorgesehen, den Verkehr in der Webergasse zu drehen und über den EKU-Platz zu leiten. Das heißt, das Erlebnis, sich auf dem schönen neuen Platz aufzuhalten, sei wieder einige Monate getrübt. Und das Weihnachtsgeschäft werde erneut beeinträchtigt. Der "gesunde Menschenverstand", so Schramm, sage ihm, dass es sinnvoll wäre, die Baustelle zu verschieben.

Schramm beauftragte Stefan Schaffranek (WGK), sich bei den Anliegern umzuhören. Nach dessen Angaben sei die Meinung eindeutig gewesen: erst im neuen Jahr anfangen.


Bis zum Bierfest fertig

Der Stadtrat entschied einstimmig, die Baustelle auf nächstes Frühjahr zu verschieben. Er werde nun, so Schramm, mit der Stadtsteinacher Firma Günther-Bau GmbH verhandeln, "ob sie's machen". Bis zum Bierfest 2019 soll dann auch die Klostergasse saniert sein.