Neue Wege auf der Suche nach dringend benötigtem Nachwuchs geht die Kulmbacher Firma ASK. Um dem Mangel an Fachkräften und Auszubildenden zu begegnen, lud der Rohrleitungsbauer interessierte Mittelschüler auf Baustellen ein.
Baustelle in Lahm, Kreis Kronach: Unter den wachsamen Augen zahlreicher Achtklässler begibt sich ASK-Rohrleger Christoph Feulner in die Tiefe. Anschaulich erklärt er in der Baugrube die Arbeitsschritte für die Erstellung eines Hausanschlusses. Modernste Maschinen und Gerätschaften, innovative Hilfsmittel, erstklassige Bezahlung, sichere Arbeitsplätze und top Aufstiegschancen - und doch herrscht auch im Rohrleitungsbau ein Mangel an Nachwuchskräften und Azubis.
Einer der Gründe, so Florian Schneider, sei sicher eine falsche Vorstellung vom Berufsbild. "Der Beruf des Rohrleitungsbauers stellt heute einen deutlich höheren technischen Anspruch als noch vor 20 Jahren. Viele unserer Bagger sind halbe Computer", betont der geschäftsführende Gesellschafter der ASK.
Das Baugewerbe boomt - und das wird so bleiben. Umso interessierter sind die Unternehmen an qualifizierten Fachkräften. Die Voraussetzungen für junge Leute, beim Bau durchzustarten, sind ideal, die Auftragsbücher sind voll. Während der Ausbildung zum Rohrleitungsbauer erhält man eine überdurchschnittlich hohe Vergütung. Nach bestandener Prüfung folgt bei der ASK in der Regel eine Festanstellung.
Und doch: "Ich arbeite seit 15 Jahren bei der ASK. Erstmals überhaupt konnten wir 2017 keinen neuen Auszubildenden einstellen", bedauert Oberbauleiter Norbert Rödel. Verstärkt wird dieses Problem dadurch, dass demnächst zahlreiche Arbeiter in den Ruhestand treten. Gefragt sind also neue Ideen. "Unser Ziel ist es, jungen Menschen zu zeigen, dass der Bau Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit solider Bezahlung, Zukunft und Karriereperspektiven für sie bereithält", betont Schneider.
Voraussetzungen, die Azubis mitbringen müssten, seien insbesondere handwerklich-technisches Geschick sowie räumliches Vorstellungsvermögen. Großen Wert lege die Firma auf hausinterne Schulungen und Weiterbildungenr. Durch vielseitige Aufstiegsmöglichkeiten könne man die Karriereleiter weit emporsteigen. Zielgruppe für potenzielle Lehrlinge seien gerade auch Mittelschüler. Deren Reaktion n ist durchwegs positiv. "Wir waren gleich dabei, als uns unser Lehrer darauf hinwies - einfach, weil uns das interessiert", so Tobias und Tom aus Stadtsteinach. Beide streben einen handwerklichen Beruf an. "Ich will draußen arbeiten, an der frischen Luft. Den ganzen Tag in einem Büro, das wäre nichts für mich", sagt Tom.
Bei der ASK hofft man nun, das sich das Interesse in Bewerbungen niederschlägt. Die Chancen stehen gut. So werden Lukas und Kevin, Achtklässler aus Mainleus, in der kommenden Woche ihr Schulpraktikum im Unternehmen absolvieren. "Mich haben Baustellen schon immer interessiert", sagt Lukas. Und Kevin pflichtet ihm bei: "Den ganzen Tag im Büro? Das ist doch voll langweilig."
Es ist noch Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt in der Region - und möglicherweise werden, wenn im September das neue Ausbildungsjahr beginnt, einige Plätze unbesetzt bleiben.
Der Agentur für Arbeit wurden für den Landkreis Kulmbach 633 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet. Ende Mai waren davon noch 336 Ausbildungsplätze zu haben, aber nur noch 179 Jugendliche waren noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle.
Bei den jungen Kulmbachern steht an der Spitze der Berufswünsche eine Ausbildung zum/zur Industriekaufmann/-frau. Dieser Ausbildungsberuf ist sowohl bei den Mädchen, als auch bei den Jungs am begehrtesten.
Bei den jungen Männern stehen auch Tischler, Fachinformatiker, Elektroniker und Kfz-Mechatroniker hoch im Kurs, wie die Arbeitsagentur auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte. Bei den jungen Frauen besteht außerdem häufig der Wunsch nach einer Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten, Verkäuferin, Mediengestalterin oder Kauffrau im Einzelhandel, bzw. Kauffrau für Büromanagement.
Insgesamt sind die Berufswünsche so individuell wie die Jugendlichen selbst, eine "Hitliste" der unbeliebtesten Berufe gibt es bei der Arbeitsagentur freilich nicht.
Dass auch nicht davon ausgegangen werden kann, dass die noch offenen Stellen eher in unbeliebteren Berufen zu finden sind zeige die Tatsache, dass hier ganz oben ebenfalls Berufe wie Kaufleute im Einzelhandel, Verkäufer/in, Elektroniker/in und Medizinische Fachangestellte zu finden seien.
Generell, so heißt es, würden Unternehmen immer kreativer bei der Suche nach Auszubildenden: Sie haben erkannt, wie wichtig es ist, sich als attraktives Unternehmen zu präsentieren.
Beste Aufstiegschancen
Baustelle in Lahm, Kreis Kronach: Unter den wachsamen Augen zahlreicher Achtklässler begibt sich ASK-Rohrleger Christoph Feulner in die Tiefe. Anschaulich erklärt er in der Baugrube die Arbeitsschritte für die Erstellung eines Hausanschlusses. Modernste Maschinen und Gerätschaften, innovative Hilfsmittel, erstklassige Bezahlung, sichere Arbeitsplätze und top Aufstiegschancen - und doch herrscht auch im Rohrleitungsbau ein Mangel an Nachwuchskräften und Azubis.
Einer der Gründe, so Florian Schneider, sei sicher eine falsche Vorstellung vom Berufsbild. "Der Beruf des Rohrleitungsbauers stellt heute einen deutlich höheren technischen Anspruch als noch vor 20 Jahren. Viele unserer Bagger sind halbe Computer", betont der geschäftsführende Gesellschafter der ASK.
Ideale Voraussetzungen
Das Baugewerbe boomt - und das wird so bleiben. Umso interessierter sind die Unternehmen an qualifizierten Fachkräften. Die Voraussetzungen für junge Leute, beim Bau durchzustarten, sind ideal, die Auftragsbücher sind voll. Während der Ausbildung zum Rohrleitungsbauer erhält man eine überdurchschnittlich hohe Vergütung. Nach bestandener Prüfung folgt bei der ASK in der Regel eine Festanstellung.
Und doch: "Ich arbeite seit 15 Jahren bei der ASK. Erstmals überhaupt konnten wir 2017 keinen neuen Auszubildenden einstellen", bedauert Oberbauleiter Norbert Rödel. Verstärkt wird dieses Problem dadurch, dass demnächst zahlreiche Arbeiter in den Ruhestand treten. Gefragt sind also neue Ideen. "Unser Ziel ist es, jungen Menschen zu zeigen, dass der Bau Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit solider Bezahlung, Zukunft und Karriereperspektiven für sie bereithält", betont Schneider.
Hausinterne Schulungen
Voraussetzungen, die Azubis mitbringen müssten, seien insbesondere handwerklich-technisches Geschick sowie räumliches Vorstellungsvermögen. Großen Wert lege die Firma auf hausinterne Schulungen und Weiterbildungenr. Durch vielseitige Aufstiegsmöglichkeiten könne man die Karriereleiter weit emporsteigen. Zielgruppe für potenzielle Lehrlinge seien gerade auch Mittelschüler. Deren Reaktion n ist durchwegs positiv. "Wir waren gleich dabei, als uns unser Lehrer darauf hinwies - einfach, weil uns das interessiert", so Tobias und Tom aus Stadtsteinach. Beide streben einen handwerklichen Beruf an. "Ich will draußen arbeiten, an der frischen Luft. Den ganzen Tag in einem Büro, das wäre nichts für mich", sagt Tom.
Bei der ASK hofft man nun, das sich das Interesse in Bewerbungen niederschlägt. Die Chancen stehen gut. So werden Lukas und Kevin, Achtklässler aus Mainleus, in der kommenden Woche ihr Schulpraktikum im Unternehmen absolvieren. "Mich haben Baustellen schon immer interessiert", sagt Lukas. Und Kevin pflichtet ihm bei: "Den ganzen Tag im Büro? Das ist doch voll langweilig."
Es gibt noch viele freie Plätze
Es ist noch Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt in der Region - und möglicherweise werden, wenn im September das neue Ausbildungsjahr beginnt, einige Plätze unbesetzt bleiben.
Der Agentur für Arbeit wurden für den Landkreis Kulmbach 633 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet. Ende Mai waren davon noch 336 Ausbildungsplätze zu haben, aber nur noch 179 Jugendliche waren noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle.
Bei den jungen Kulmbachern steht an der Spitze der Berufswünsche eine Ausbildung zum/zur Industriekaufmann/-frau. Dieser Ausbildungsberuf ist sowohl bei den Mädchen, als auch bei den Jungs am begehrtesten.
Eine "Hitliste" gibt es nicht
Bei den jungen Männern stehen auch Tischler, Fachinformatiker, Elektroniker und Kfz-Mechatroniker hoch im Kurs, wie die Arbeitsagentur auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte. Bei den jungen Frauen besteht außerdem häufig der Wunsch nach einer Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten, Verkäuferin, Mediengestalterin oder Kauffrau im Einzelhandel, bzw. Kauffrau für Büromanagement.
Insgesamt sind die Berufswünsche so individuell wie die Jugendlichen selbst, eine "Hitliste" der unbeliebtesten Berufe gibt es bei der Arbeitsagentur freilich nicht.
Dass auch nicht davon ausgegangen werden kann, dass die noch offenen Stellen eher in unbeliebteren Berufen zu finden sind zeige die Tatsache, dass hier ganz oben ebenfalls Berufe wie Kaufleute im Einzelhandel, Verkäufer/in, Elektroniker/in und Medizinische Fachangestellte zu finden seien.
Generell, so heißt es, würden Unternehmen immer kreativer bei der Suche nach Auszubildenden: Sie haben erkannt, wie wichtig es ist, sich als attraktives Unternehmen zu präsentieren.