In Marktleugast wird vorerst keine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichtet. Der Marktgemeinderat hat eine Anfrage, die die Südwerk Projektgesellschaft aus Burgkunstadt im Namen der Firma Enerparc Hamburg gestellt hatte, einstimmig abgelehnt. Als Standorte hatten die Hamburger die Weiherhöhe bei Marienweiher (etwa 15 Hektar) und eine Fläche am Hohenberger Weg inMarktleugast (16 Hektar) im Blick.

Nach eingehender Beratung und Ortsterminen empfahl der Bau- und Umweltausschuss dem Marktgemeinderat, dass keine der beiden angefragten Flächen für Photovoltaikanlagen ausgewiesen werden sollten. Es handle sich um die schönsten Natur- und Landschaftsflächen in der Marktgemeinde.


Keine Vorteile


FW-Fraktionssprecher Michael Schramm ergänzte am Montagabend in der nichtöffentlichen Sitzung noch, dass das Konzept der Projektgesellschaft nicht stimmig sei. Auch habe die Marktgemeinde keine Vorteile.

Einstimmig stand das Gremium ferner der Anfrage auf Aufstellung eines Bebauungsplans sowie der Schaffung der dazugehörigen Infrastruktur ablehnend gegenüber.

Nach der einstimmigen Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses votierte auch der Gemeinderat einmütig dafür, dass die Zufahrt zum Pumpwerk Neuensorg asphaltiert werden soll. Nach Auskunft des Ingenieurbüros IBP aus Kulmbach ist bei einem Ausbau mit einer Breite von 2,50 Metern mit Kosten von etwa 38 000 Euro zu rechnen. Bürgermeister Franz Uome (CSU) wies zudem auf den sonst schlecht durchführbaren Winterdienst hin.


Steusalz bestellt


Der Verwaltungsgemeinschaft Marktleugast ist für die beiden Märkte Marktleugast und Grafengehaig von verschiedenen Unternehmen Streusalz im Frühbezug angeboten worden. Wie Geschäftsstellenleiter Michael Laaber ausführte, wurden im vergangenen Winter rund 320 Tonnen Streusalz verbraucht. Ein Restbestand von 30 Tonnen liege noch im Lager der Firma KTU in Kupferberg.

Für die Kauf von 350 Tonnen Streusalz hatte die Verwaltung vier Angebote eingeholt. Die wirtschaftlichste Offerte hatte die Firma SLG Salz AG aus Zella-Mehlis abgegeben. Der Preis beträgt 63 Euro je Tonne zuzüglich Mehrwertsteuer und schließt eine kostenfreie Einlagerung bis 30. September 2018 mit ein. Die neuen Preise seien günstiger als im Vorjahr (74,50 Euro/Tonne), sagte Laaber.

Einstimmig beauftragte der Marktgemeinderat die Verwaltung, 350 Tonnen Streusalz in Zella-Mehlis für insgesamt 26 314 Euro zu bestellen.


Glasfaser für jedes Haus


Am 17. November 2017 war das zweite Auswahlverfahren für den Breitbandausbau im Markt Marktleugast bekanntgegeben worden. Berücksichtigt werden können nur Gebiete, die noch nicht mit einer Geschwindigkeit von mindestens 30 Mbit in der Sekunde versorgt sind. Enrico Meierhof vom Ingenieurbüro Reuther NetConsulting bezifferte im Gemeinderat die Investitionskosten der Telekom auf 1,446 Millionen Euro. Für die Marktgemeinde verbleibt ein Eigenanteil von 173 000 Euro.

197 Haushalte in Marktleugast, Hohenberg, Hinterrehberg, Vorderrehberg, Mannsflur, Ziegelhütte, Hohenreuth, Marienweiher, Kosermühle, Filshof und Roth würden nach Abschluss des Projekts über einen Glasfaseranschluss bis ins Haus verfügen. Wie Enrico Meierhof ausführte, werden dazu Tiefbauarbeiten in einer Länge von über acht Kilometern erforderlich, davon 5,7 Kilometer innerorts.

Zweiter Bürgermeister Reiner Meisel (FW) fragte, ob weitere Förderungen möglich seien. Meierhof erläuterte hierzu, dass alle laufenden Verfahren fortgeführt werden. Die Bundesregierung habe zudem in Aussicht gestellt, dass die geförderten Bandbreiten angehoben werden. Somit würden in Zukunft auch weitere Programme aufgestellt.