Wir dürfen hier keine Werbung machen, verwenden den Namen aber dennoch, weil dann gleich jeder weiß, worum es geht: Um Tupperdosen.

Küchenutensil, Gebrauchsgegenstand, Stolz jeder Hausfrau. Und Problem. Nein, wir reden hier nicht davon, dass auch die perfekteste Sammlung von Tupperdosen irgendwann einmal das Schicksal der Socken ereilt, die bekanntermaßen gerne paarweise in die Waschmaschine hinein- aber nur einzeln wieder herauskommen. Wohl in jedem Haushalt findet sich ein Sortiment an Dosen ohne Deckel und Deckeln ohne Dosen.

Es geht hier vielmehr um das Phänomen, dass Tupperdosen gerne auf Wanderschaft gehen - und manchmal nicht zurückkommen. Verbürgt ist die Geschichte jener Mutter, die ihren zahlreichen Kindern und Schwiegerkindern Reste vom sonntäglichen Kartoffelsalat nur noch in ausgediente Gurkengläser packt: "Meine Tupperdosen bringt ihr mir doch nie wieder...."

Oder die Geschichte von der Mutter eines Sohnes, der sich mittlerweile dem Rentenalter nähert. Wann immer er in Erinnerungen schwelgt an eine Freundin seiner frühen Jugend, kommentiert die Mutter: "Die hat noch Tupperdosen von mir. Die soll sie mir mal wiederbringen!"

Zu Ehren all jener, die sich fremde Tupperware unter der Hand zu eigen machen, sei allerdings gesagt: An dem Deckel-Dosen-Debakel haben sie nicht schuld! Dieses Geheimnis wartet noch darauf, gelüftet zu werden. Wissenschaftler haben einen Versuch gestartet: Sie haben zwölf komplette Tupperdosen-Sets in einen Schrank gesperrt. Als sie ihn nach einem Monat öffneten, kamen ihnen 16 einzelne Deckel und acht deckellose Dosen entgegen. Die Versuchsreihe wird fortgesetzt.