Sobald sich Ältere dort tummeln (was meiner Meinung nach völlig legitim ist!), verschwinden die Jungen und suchen sich einen neuen digitalen Spielplatz. Dies scheint derzeit offensichtlich die App "Tik Tok" zu sein. Dort kann man kurze Videosequenzen mit Musik, vorzugsweise von seinem Idol, unterlegen und mit Freunden teilen oder sich auf anderen digitalen Plattformen präsentieren. Je öfter das Video geklickt wird und je mehr "Follower" man hat, desto erfolgreicher wird man und kann sich zu einem richtigen "Tik-Tok-Star" entwickeln.

Sinnlose App oder jede Menge Spaß? Um das zu beurteilen, müsste ich wohl 20 Jahre jünger sein, denn 13 ist das Mindestalter, das man erreicht haben muss, um diese App nutzen zu dürfen und nicht auf die Version für Kinder weitergeleitet zu werden. Und viel älter sind deren oftmals leicht bekleidete"Videostars" auch nicht.

Auch gehört eine gehörige Menge Extrovertiertheit und Ruhmbegierde dazu, um sich derart im Internet zu präsentieren.

Da haben einige von uns der heutigen Jugend etwas voraus. Denn peinliche Fotos oder Videos existieren allenfalls auf CD gebrannt in einer verstaubten Aufbewahrungsbox, sind dort sicher verwahrt und kursieren nicht für alle Ewigkeit im Internet.

Denn eins sollte man bei Veröffentlichungen im Netz jedenfalls immer beachten: Das World Wide Web vergisst halt nichts! Auch keine peinlichen Tanzvideos.