Kulmbach
Freibad und Corona

Termin für Freibad-Eröffnung noch unklar - Betreiber: "Wir wären jetzt bereit!"

Wann die Freibäder im Landkreis geöffnet werden, ist noch unklar. Trotz all der Unsicherheit sind sich die Betreiber der Freibäder einig: Sie wollen öffnen.
Noch herrscht in den Becken des Kulmbacher Freibads gähnende Leere - im Laufe des Juni soll sich das ändern. Foto: Archiv/Jürgen Gärtner

Die Temperaturen steigen und die Menschen wollen für ihr Training oder für ihre Familienausflüge die Freibäder nicht mehr missen. Friseure, Restaurants und andere Freizeitanbieter haben auf die Pandemie reagiert und wieder geöffnet - unter entsprechenden Maßnahmen. So langsam wird es nun auch Zeit für die Freibäder.

Der Leiter des Krisenstabs in Sachen Corona des Landratsamts Kulmbach, Oliver Hempfling, befindet sich gerade in der Endabstimmung mit dem bayrischen Ministerium. "Wir warten auf die vorgegebenen Hygienevorschriften vom Ministerium. Ende der nächsten Woche sollten die genauen Inhalte dann klar sein. Alle Angaben davor sind nur spekulativ," informiert Stephan Pröschold, der Werkleiter der Stadtwerke Kulmbach.

Freibad ist vorbereitet

Die Betreiber des Freibads Kulmbach seien schon seit Längerem der Ansicht, dass Urlaubern, deren Reise aufgrund der Pandemie gecancelt wurde, wenigstens das Freibad Kulmbach zur Verfügung stehen soll. Dafür wurden in den letzten Wochen schon einige Vorkehrungen getroffen: Gartenanlagen wurden gepflegt und für die komplette Instandsetzung des Geländes gesorgt.

Das Freibad war zum eigentlichen Eröffnungstermin, dem 15. Mai schon komplett vorbereitet. Stephan Pröschold will die Kulmbacher wissen lassen: "Wir wären jetzt bereit!" Einzig und allein drei bis vier Tage werden noch zum Aufheizen des Badewassers benötigt, was bisher aus Energieersparnis noch nicht geschehen ist. Der Werkleiter stellt klar, dass mit einer Öffnung eine Begrenzung der Badegastanzahl einhergehen muss.

"Normalerweise besuchen während der Badesaison 2000 bis 2500 Badegäste unser Freibad. Das wird so nicht möglich sein", warnt er vor. Die Betreiber rechnen damit, dass etwa 500 bis 800 Gäste gleichzeitig zulässig sind, um den Mindestabstand gewährleisten zu können. Genauere Berechnungen der erlaubten Badegastanzahl im jeweiligen Bad werden vom Konzept des bayrischen Ministeriums erwartet.

Genaues Zählen wird nötig sein

Für das Sicherstellen ist ein genaues Zählen vonnöten. Hierbei stellen sich Pröschold Problematiken wie Schlangenbildung vor dem Bad und dem Stellen von Sicherheitspersonal. Eventuell wird es eine Zähltafel auf der Webseite geben, damit Badegäste vorab nachlesen können, ob noch genug Platz im Bad ist. "Das wird nicht einfach, denn diese Beschränkungen können zu Ärger und Enttäuschung bei vielen Gästen führen", so der Werkleiter. Das genaue Konzept ist für alle Betreibende von Bädern noch unbekannt, doch das Freibad Kulmbach will das Eröffnungsdatum des 8. Juni beibehalten.

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"Wenn enorme Vorgaben vom bayrischen Staatsministerium kommen, dann kann sich jedoch die Öffnung verzögern", teilt Stephan Pröschold mit. Außerdem gilt es für Betreiber, geschickt mit den Risikofaktoren der Pandemie umzugehen. Der Werkleiter stellt sich unter anderem vor, dass Einbahnregelungen, wie in großen Einkaufszentren, aufgestellt werden, Schwimmreihenfolgen etabliert werden oder auch aus zwei Bahnen eine wird, um die nötigen Abstandsregelungen einhalten zu können. "Das wird anders sein", merkt Pröschold an. Von einer Erhöhung der Eintrittskosten geht er bisweilen jedoch noch nicht aus.

Amelie Theuer