Reinkommen. Instrumente raus. Hinsetzen. Loslegen. Unkompliziert geht es zu bei den Treffen des "Donnerkreises". Jeder, der Spaß am Trommeln hat, ist willkommen. Was wird gespielt? "Wir improvisieren gern und viel", sagt Achim Schrepfer, der den Zirkel seit knapp zwei Jahren organisiert. "Nach einem Trommelkurs in Ebneth wollte ich weitermachen, und einigen anderen Teilnehmern ging es genauso", erzählt der 35-jährige Softwareentwickler aus Danndorf.

Nach Herzenslust Krach machen

Ein geeigneter Veranstaltungsort war schnell gefunden: Im Zentrum für Kinder & Familien steht den Trommelbegeis terten ein Raum zur Verfügung, in dem sie nach Herzenslust Krach machen dürfen. Den brauchen sie auch, denn der Name "Donnerkreis" ist Programm.
"Wir wollen unseren eigenen Groove entwickeln, und da kann wirklich jeder mitmachen", sagt Achim Schrepfer. "Es spielt keine Rolle, ob du schon virtuos trommeln kannst oder ein heimlicher Tupperschüsseltrommler bist." Einzige Voraussetzung: "Du brauchst einen Herzschlag."

Harmonie ohne Regeln

Achim Schrepfer meint das scherzhaft, doch er könnte das Wesen der Gruppe gar nicht präziser beschreiben. Was beim Spiel passiert, entwickelt sich von innen heraus. Jeder folgt seinem inneren Rhythmus. Es gibt keine Regeln, und doch fügt sich alles zu einem harmonischen Ganzen - dem Herzschlag einer Gruppe von Menschen, die aufeinander hören, sich ergänzen.Neueinsteiger werden mühelos integriert. Zur Freude von Petra Friedlein, die das erste Mal dabei ist. Behutsam steigt sie in den Grundrhythmus ein, den zwei andere Trommler gerade spontan anschlagen. Schnell wird sie mutiger, greift zwischendurch zu anderen Rhythmusinstrumenten wie dem Regenrohr oder einer Rassel. "Das macht einen Riesenspaß. Man kann ja nichts falsch machen, sondern geht einfach mit."

Dass einige in der Gruppe schon richtig versierte Trommler sind, hilft allen und fördert die Dynamik. Stephan Josef Dick gehört dazu. Er ist besonders experimentierfreudig, immer für spontane Einlagen gut: Ob Gitarre oder afrikanische Kuhglocke, Ocean Drum, die das Rauschen des Meeres simuliert oder Gesang - diese spontanen Intros, die auch von anderen Trommlern aufgegriffen und weitergesponnen werden, sind das Salz in der Rhythmussuppe.

Wer mitmachen möchte, ist jederzeit willkommen. "Trommelunterricht gibt's bei uns nicht", sagt Achim Schrepfer, "aber wir machen vor der Improvisation immer eine Übungsrunde, bei der Schlagtechniken geübt und einfache Rhythmen einstudiert werden. Das bildet dann eine gute Grundlage für das freie Trommeln im Kreis."

Der "Donnerkreis"


Treffen
Am zweiten und vierten Mittwoch jeden Monats jeweils um 20 Uhr im Zentrum Kinder & Familie in Mainleus.

Kontakt Aktuelle Infos gibt es auf www.donnerkreis.de Anmeldungen sind erwünscht. einfach eine kurze Mail an trommeln@donnerkreis.de schicken.

Kosten Drei Euro pro Abend, die in Instrumente investiert werden.