Bei einem Werk mit dem Titel "Sanctus" erwartet der Zuhörer klassische Kirchenmusik, vielleicht mit Chor. Doch als der zeitgenössische Komponist Wolfram Buchenberg (*1962) für den Landesjugendchor und das Landesjugendjazzorchester ein kirchliches Werk schrieb, wollte er Kirchenmusik schaffen, die die Freunde klassischer Klänge erfreut, aber auch genug Pep hat, um die junge Generation zu begeistern.

Und als Kontrapunkt zur üblichen Kirchenmusik illustrierte Buchenberg sein Werk mit Big Band-Sound. Für die Schüler des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums war das Werk eine große Herausforderung. Doch eine Herausforderung, die die MGFler mit Spaß und Freude aufnahmen und zur Perfektion brachten.

Chor und Big Band übertrafen sich unter der Leitung von Hubertus Baumann selbst und verbreiteten musikalische Freude der schönsten Art. Selbst eingefleischte Freunde klassischer Kirchenmusik waren von der ungewöhnlichen Kombination von modernem angejazzten Big Band-Sound mit Kirchenmusik begeistert.

Bonifaz Baumann brilliert

Doch beim Weihnachtskonzert des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums gab es noch viele weitere Höhepunkte. Bonifaz Baumann brillierte mit dem Allegro von Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert G-Dur und überzeugte durch Können und Virtuosität.

Aber auch die Ensembles hatten sich viel Mühe gegeben, Eltern, Freunde, Bekannte und Musikfreunde aus der ganzen Region auf das Fest der Feste einzustimmen.

Das Blechbläserensemble in der Regie von Hubertus Baumann hatte sich "Heilig, heilig" von Felix Mendelssohn-Bartholdy ausgesucht - und Dominik Herbst spielte die Orgel.

Das "ensemble in b" unter der Leitung von Susanne Hofmann stimmte die Zuhörer auf Weihnachten ein mit dem gemeinsamen Lied "Macht hoch die Tür". Doch auch mit dem "trumpet voluntary" überzeugte das Ensemble.
Renate Palder hatte mit dem Unterstufenchor drei vorweihnachtliche Lieder einstudiert: "Gloria", "Ehre sei Gott" und "The time of snow".

Tonsichere Nachwuchsstreicher

Und auch die Nachwuchsstreicher gaben eine Kostprobe ihres Könnens. Unter der Leitung von Dörte Vaihinger-Görg präsentierte das Vororchester "Rigaudon" von Henry Purcell, "Boureée" von Georg Friedrich Händel und das Traditional "Channukah". Mit erstaunlicher Ton- und Taktsicherheit gaben die Nachwuchsstreicher ihr Bestes. Und sogar Pizziccato-Stellen gelangen unisono.

Echte Könner, die jedes Jahr begeistern, hat Eddie Stübinger unter seinen Fittichen. Das Saxophonensemble heizte mit seinem Medley "Joyful Christmas" die Stimmung an. Mit dabei waren all die bekannten amerikanischen Weihnachtslieder wie "Hark, the herald angels sing", "Born to bethlehem", "Rudolf ,the red-nosed reindeer" und viele mehr. Die Lieder mischten sich in dem Medley munter untereinander und gingen in einem wunderschönen Arrangement ineinander über.

Eine überzeugende Leistung bor das Instrumentalensemble unter der Regie von Susanne Hofmann. Mit dem fast romantischen "Berceuse" von Gabriel Fauré setze das Ensemble Maßstäbe. Und bei "Sleigh ride" sorgten Streicher und Bläser für tollen Sound.

Abgeschlossen wurde das Weihnachtskonzert des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums vom Vokalensemble unter der Leitung von Renate Palder. Palder hatte Engelmusik der verschiedensten Art ausgesucht: Felix Mendelssohn-Bartholdys Weihnachtsklassiker "Hark, the herald angels sing" in deutscher Sprache, das vorweihnachtliche Lied "Der Herr hat seinen Engeln befohlen" von Lorenz Maierhofer.

Und sogar Rammsteins Metal-Hit "Engel" hatte das Vokalensemble einstudiert - in einer wahrlich anspruchsvollen Chorfassung.