Im Landkreis Kulmbach fürchtet ein Traditionsbetrieb um seinen Fortbestand. Anfang des Jahres meldete die Bäckerei Dumler GmbH Insolvenz an. Als Ursachen für die finanzielle Schieflage nannte die fast 70 Jahre alte Firma aus Kupferberg gestiegene Kosten bei Energie, Rohstoffen, Personal und Steuern sowie ein schwieriges Marktumfeld im Lebensmitteleinzelhandel. Das 1957 von Waltraud und Georg Dumler gegründete Unternehmen betrieb zuletzt sieben Filialen in der Region.
An sämtlichen Verkaufsstellen wurde der Geschäftsbetrieb zunächst uneingeschränkt fortgeführt. Mittlerweile steht jedoch fest, dass zwei der bisherigen Standorte keine Zukunft haben. Mit den Schließungen ist ein entsprechender Stellenabbau verbunden. Auch in der Produktion wurden Prozesse konsolidiert und neu strukturiert, um die Kosten zu reduzieren. Neue Zahlen des Handwerkstags zeigen derweil: In Bayern setzt sich das Sterben traditioneller Bäckereien fort.
Bäckerei Dumler GmbH schließt Filialen in Bayreuth und Guttenberg - Sanierung geht weiter
Wie aus einer aktuellen Firmenmitteilung hervorgeht, hat das Amtsgericht Bayreuth am 1. April das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Bäckerei Dumler GmbH eröffnet. Das Gericht ordnete eine Eigenverwaltung an, sodass die Geschäftsführung weiterhin handlungsfähig bleibt. Als Sachwalter wurde Rechtsanwalt Alexander Kubusch von der Curator AG bestellt.
Um das langfristige Bestehen der oberfränkischen Bäckerei-Kette sicherzustellen, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen bereits umfassende Restrukturierungsschritte durchgeführt. "Im Zuge dieser Maßnahmen wurden gezielte Anpassungen vorgenommen, um die wirtschaftliche Stabilität der Bäckerei Dumler GmbH zu sichern. Hierzu gehörte die Schließung der Filialen in Bayreuth und Guttenberg, da diese Standorte keine ausreichende wirtschaftliche Tragfähigkeit aufwiesen", heißt es in der am Mittwoch (1. April 2026) veröffentlichten Meldung. Parallel dazu seien in der Produktion bestehende Prozesse zusammengeführt und effizienter gestaltet worden.
"Diese Maßnahmen - insbesondere der damit notwendig gewordene Stellenabbau - sind uns nicht leichtgefallen und wurden erst nach sorgfältiger Abwägung getroffen", werden Geschäftsführer Friedrich Dumler und Gesellschafterin Madeleine Dumler-Hain in der Verlautbarung unisono zitiert. Die Schritte seien gleichwohl notwendig, um die Zukunft des Bäckereiunternehmens zu gewährleisten.
"Blicken optimistisch nach vorne": Fränkisches Familienunternehmen will Tradition bewahren
An den verbleibenden Standorten läuft der Betrieb nach Angaben des Betriebs ohne Einschränkungen weiter. "Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten stehen weiterhin geschlossen hinter dem Unternehmen", heißt es in der aktuellen Mitteilung. Darin zeigen sich die Verantwortlichen in Hinblick auf die Sanierung betont zuversichtlich. "Derzeit beobachten wir eine kontinuierliche positive Entwicklung und sind überzeugt, den gewählten Kurs erfolgreich fortführen zu können", wird Marco Rudolph, Generalbevollmächtigter der Kanzlei Wittmann, zitiert.
Ihm zufolge zeigen die getroffenen Sanierungsmaßnahmen "bereits konkrete Wirkung". Ein erfolgreicher Abschluss des Eigenverwaltungsverfahrens wird bis Ende Sommer angestrebt. "Wir blicken optimistisch nach vorne", so die Geschäftsführung. "Unser Ziel ist es, die Tradition unseres Hauses zu bewahren und gleichzeitig die Weichen für eine stabile und moderne Zukunft zu stellen."
In welchen fränkischen Bäckereien gibt es besonders leckeres Brot? Das sind die Empfehlungen unserer Leser.
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.
Erfahre hier mehr über unsere KI-Richtlinien.