"Die Bauretter" sind ein TV-Format, in dem Rechtsanwältin Manuela Reibold-Rolinger und Architekt John Kosmalla für RTL 2 Problem-Baustellen wie die in Mainleus besuchen.
Nach einer Stunde Sendezeit gab es zwar ein fernsehgerechtes Happy-End. Aber wie sieht es nach der Sendung aus, nachdem die Kamerateams wieder aus Oberfranken abgezogen sind?

Beide Parteien sind nicht wirklich glücklich, weiterhin steht Aussage gegen Aussage. Nur in einem sind sie sich einig: Michael Landfried sagt, dass "einiges falsch dargestellt war". Und Harald Baumann erklärt, "dass nicht alles der Wahrheit entsprach".

Landfried stößt vor allem auf, dass in der Sendung immer davon gesprochen wurde, dass "schlüsselfertig" gebaut werden sollte. Das sei aber nicht der Fall, "es ist nur teil-schlüsselfertig vereinbart gewesen, weil der Bauherr gewisse Eigenleistungen erbringen wollte."
Mit den unfertigen Außenanlagen, auf denen in der Sendung "herumgeritten" wurde, habe er rein gar nichts zu tun. "Dafür hatten wir keinen Auftrag."

Er habe sich schon überlegt, ob er sich für die Dreharbeiten der Fernseh-Rechtsanwältin stellen oder im Hintergrund bleiben sollte. "Aber ich habe befürchtet, dass wir sonst schlecht wegkommen." Er wolle sich nun beraten lassen, ob er eine Richtigstellung des Senders erzwingen kann. "Ob das was bringt?"

Harald und Birgit Baumann sind ebenfalls am Überlegen, wie es weitergehen soll. Sie sagen nach wie vor, dass bis auf die Eigenleistungen durch den Bauherrn (Sanitär, Heizung, Streichen) ein bezugsfertiges Haus übergeben werden sollte. Zusätzliche Aufträge, die zu Mehrkosten führten, hätten sie nie erteilt.
Ihr Rat an Bauherren: "Wenn man baut, sollte man sich den Bauträger genau anschauen, Anwälte die Verträge überprüfen lassen und einen Architekten zur Hand nehmen. Und nicht zu gutgläubig sein."

Hier geht es zur Sendung auf der Homepage von RTL 2.