Wenn der Generationentag lockt und dazu noch zum 20. Male in Folge, dann strömen die Massen trotz der Affenhitze. Schon eine Stunde vor Beginn fast voll das Bierzelt, wo die Massen wogten und sogar die ganz Alten noch Kondition bewiesen.
Brauereigäule waren nicht da, dafür echte Zugpferde mit dem Gesangsduo "Sigrid & Marina" aus dem Salzkammergut und dem Quintett "Stimmen der Berge". Sie verwandelten das Viereck während fast drei Stunden in eine rauschende Party mit in den Himmel gereckten Armen, schunkelnden Körpern und Beifallsstürmen für die oben auf der Bühne, die schon nach den ersten Tönen die Herzen der nahezu 2000 Besucher eroberten. Es wurde sogar getanzt und auf den Bänken gestanden - trotz der hohen Temperaturen.
Die fünf Interpreten, die "Stimmen der Berge", die a cappella agierten, vermutet man sonst eher in einem Konzertsaal. Die studierten Sänger, die aus den Regensburger Domspatzen hervorgingen, boten Anspruchsvolles, fühlten sich auch im Volkstümlichen wohl. Herrlich erfrischend und sängerisch top, brachten sie mit ihrem sympathischen Auftreten das Zelt zum Beben. Das Volkslieder-Potpourri unterstützten alle, der Ausflug nach Italien mit "La Pastorella", "Marina" und "Bella Italia" zauberte Erinnerung auf die Gesichter des Publikums. Dann wurden noch die roten Lippen geküsst, "Michaela" schallte es durch den Stadel und bei "Die kleine Kneipe in unserer Straße" waren die Leute unten auf den Bänken eine große Familie. Und die fünf Sänger der Hit des Nachmittags.
"Sigrid & Marina", frühere Grand-Prix-Sieger der Volksmusik, haben nichts von ihrer Popularität eingebüßt: Zwei sympathische Sängerinnen, die Alpenflair in ihrem Programm hatten. Mit den Songs "Alles hat zwei Seiten", "Lust am Leben" und "Der Himmel gibt mir Berge" wussten sie, eine Mischung aus Folk und Schlager zu präsentieren. Schneeweiß leuchteten die Gipfel, das Abendrot versank und die Nacht sternenklar, was will man mehr.


Günstiger Preis

Den Besuch zu einem günstigen Preis einschließlich Verzehrgutschein und einem Seidla Bier machten die Sparkasse Kulmbach-Kronach und die VR Bank Oberfranken Mitte möglich. Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Jürgen Scherr sagte: "Es ist schön, in so viele glückliche Gesichter zu sehen, wir unterstützten das gerne von Anfang an", und Stefan Ringwald von der VR Bank stimmte dem zu.
Moderator Rainer Ludwig fand wie immer die richtigen Worte. Fehlen durfte nicht das Finale, ein umjubelter Schlusspart: "Sierra madre su" tönte es aus tausend Kehlen. Der Generationentag hatte zu seinem Jubiläum ein besonderes Highlight gesetzt.